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Türkgücü kann trotz Investorenausstieg vorerst weiterspielen | BR24

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Unruhige Zeiten bei Fußball-Drittligist Türkgücü München: Obwohl nach dem angekündigten Ausstieg von Investor Hasan Kivran neue Geldgeber gesucht werden, ist Geschäftsführer Max Kothny sicher, dass es weitergeht.

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Türkgücü kann trotz Investorenausstieg vorerst weiterspielen

Unruhige Zeiten bei Fußball-Drittligist Türkgücü München: Obwohl nach dem angekündigten Ausstieg von Investor Hasan Kivran neue Geldgeber gesucht werden, ist Geschäftsführer Max Kothny sicher, dass es weitergeht - zumindest bis zum Saisonende.

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Der 21. Januar ist auch für Türkgücü München der wichtigste Tag im Monat: Dann muss der Verein beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) seine Liquidität bis zum Saisonende nachweisen.

Nach dem angekündigten Ausstieg von Investor Hasan Kivran gab es zuletzt Stimmen, die ein drohendes Ende des Klubs heraufbeschworen hatten. Im Exklusivinterview mit BR24 Sport klingt Geschäftsführer Max Kothny aber längst nicht so pessimistisch.

"Die Hälfte der Drittligisten muss seine Liquidität in diesem coronageprägten Jahr noch nachweisen. Bei uns ist es ähnlich ernst, aber wir sind in positiven Gesprächen und haben ja auch noch zwei Wochen Zeit, diese zu finalisieren", sagte Kothny.

Noch sei Kivran 89-prozentiger Anteilseigner der Türkgücü München Fußball GmbH und Präsident des e.V.. Er habe seine Anteile zum Verkauf angeboten. Darüber liefen nun Gespräche.

"Es bleibt eine Liquiditätslücke"

Ganz so dramatisch, wie zuletzt kolportiert, sieht Kothny die Situation im Verein nicht: Klar sei es eine "unerwartete Situation" und eine "Herausforderung", so der Geschäftsführer. Aber man könne "den Spielbetrieb definitiv bis Saisonende fortführen."

"Es kommen ja Gelder rein, Sponsoren - und TV-Gelder. Es bleibt trotzdem eine Liquiditätslücke, die gilt es zu schließen", so Kothny. Dazu sei man in Gesprächen "mit neuen Investoren und neuen kurzfristigen Geldgebern".

Mannschaft trainiert normal weiter

Die Mannschaft kümmere die unklare Situation nicht. "Ich habe ihr beim Trainingsauftakt mit auf den Weg gegeben: Ich kümmert euch ums Sportliche, ich und mein Team kümmern uns darum, dass es hier bestmöglich weitergeht."

Allen monetären Verpflichtungen sei man nachgekommen, beteuert Kothny. Spielergehälter werden bezahlt. Um neue Sponsoren kümmere sich eine Vermarktungsagentur, die neu im Boot sei.

Ein Abgang - weitere könnten folgen

Dennoch wolle man den Kader verkleinern. Mit Tom Boere (SV Meppen) hat ein Spieler Türkgücü bereits verlassen. "Der eine oder andere Spieler ist noch auf mich zugekommen, um über eine Vertragsaufhebung oder einen Transfer zu sprechen. Wir sind da offen", so Kothny: "Dass Spieler den Verein eventuell verlassen, das ist im Wintertransferfenster normal. Im Moment geht's mehr Richtung Abgänge als Neuzugänge."

Positive Saisonzwischenbilanz

Die sportliche Zwischenbilanz nach 16 Spieltagen und Tabellenplatz acht mit Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen fällt positiv aus. "Vor der Saison hätte ich das unterschrieben", so Kothny: "Einer kleinen Durststrecke haben wir gut entgegengewirkt."

Am Montag geht es nun gegen Tabellenführer Dynamo Dresden: "Die haben Topbedingungen und werden allgemein als Aufsteiger gehandelt. Das ist ein ganz hartes Brett, das auf uns wartet. Aber wir wollen das bestmögliche Ergebnis erzielen."