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Türkgücü fokussiert sich in Jubel-Diskussion auf den Sport | BR24

© Picture alliance/dpa

Alexander Sorge (Türkgücü München) spielt einen Kopfball.

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    Türkgücü fokussiert sich in Jubel-Diskussion auf den Sport

    Regionalliga-Spitzenreiter Türkgücü München will sich in der Diskussion um den Salut-Jubel türkischer Nationalspieler auf den Fußball konzentrieren. "Bei unseren Spielen gibt es keine politischen Statements", sagte Geschäftsführer Robert Hettich.

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    "Solche Aktionen wird es bei uns nicht geben, weil wir uns auf den Sport fokussieren", erklärte Hettich. Natürlich bekomme man das Thema mit, aber es werde nicht groß darüber in der Kabine gesprochen, sagte Hettich. Beim Team steht das Spitzenspiel am kommenden Montag (20.15 Uhr) beim Tabellenzweiten 1. FC Schweinfurt im Fokus.

    "Keine politischen Statements" erwünscht

    Im Kader der ersten Mannschaft von Türkgücü, dem aktuell sportlich besten türkischstämmigen Verein in Bayern, stehen allerdings nur sehr wenige Spieler mit türkischen Wurzeln. "Das Team wurde über das Thema informiert, aber bei unseren Spielen gibt es keine politischen Statements", sagte Hettich. Er habe auch die Informationen des Bayerischen Fußball-Verbandes an das Team weitergeleitet, wie er es auch bei Presseberichten über andere Dinge handhabe.

    Gruß-Aktion fand Nachahmer im Amateurbereich

    Türkische Nationalspieler hatten in den vergangenen Tagen wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Ihr politisches Bekenntnis zum Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert. Die Europäische Fußball-Union prüft die Vorfälle. Im Amateurbereich hatte der Salut-Jubel Nachahmer gefunden. Beim 2:0-Sieg von Türkgücü am Samstag gegen den TSV Rain habe es so etwas aber nicht gegeben, betonte Hettich.