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TSV 1860 München: Ismaik kann Bierofka nicht umstimmen | BR24

© dpa-Bildfunk/Matthias Balk

1860 Trainer Daniel Bierofka

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    TSV 1860 München: Ismaik kann Bierofka nicht umstimmen

    Daniel Bierofka ließ sich nicht mehr umstimmen. Auch ein Gespräch mit Investor Hasan Ismaik konnte nichts an der Entscheidung des 40-jährigen ändern. Bis auf Weiteres wird der bisherige Co-Trainer Oliver Beer den Tabellen-15. betreuen.

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    Auch der Einsatz von Hasan Ismaik war vergebens. Der jordanische Geschäftsmann konnte den Löwen-Kultcoach in einem "ausführlichen Gespräch" nicht zum Bleiben bewegen. "Leider war er in seiner Entscheidung nicht mehr umzustimmen", schrieb der 43-Jährige in den Sozialen Medien.

    Bierofka begründete seine Entscheidung in einer Mitteilung des Vereins: "Die letzten zweieinhalb Jahre waren sehr kräfteaufreibend. Für mich gilt es jetzt erst einmal die Tanks wieder aufzufüllen", erklärte der 40-jährige Fußballlehrer, der am Dienstag zunächst noch mit der Mannschaft trainiert hatte, am Mittag aber das Klub-Gelände verließ.

    Als Begründung für den drastischen Schritt Bierofkas wurde angeführt, dass der Coach Rückendeckung vermisst und sich über Interna in den Medien ärgern würde. "Die Entscheidung des Trainers hat auch uns überraschend getroffen", erklärte Geschäftsführer Sport Günther Gorenzel.

    Daniel war nach dem Abstieg in die Regionalliga der Anker für das taumelnde Schiff. In der schwierigsten Phase des Vereins ist er vorangeschritten und hat in kürzester Zeit eine Mannschaft aufgebaut, die am Ende den sofortigen Aufstieg in die 3. Liga schaffte. Im letzten Jahr hat er unter der Doppelbelastung mit der Ausbildung zum Fußballlehrer die Klasse gehalten. Michael Scharold, kaufmännischer Geschäftsführer

    Trainersuche beginnt - vielleicht wäre Pacult ein Kandidat?

    Der Verein wolle jetzt den Markt sondieren, um schon bald einen Nachfolger vorstellen zu können. Denn "eine Lösung mit mir an der Seitenlinie wird es nicht geben, das gebührt der Respekt vor Daniel", so Gorenzel.

    Vielleicht wäre ja Kultstürmer Peter Pacult ein Kandidat für den vakanten Posten. Der Österreicher spielte von 1993 - 95 bei den Münchnern und stieg mit ihnen in die Bundesliga auf. Von 1996 - 2001 stand er bei den Löwen als Co-Trainer an der Seitenlinie. Bis 2003 dann als Trainer. Ismaik zeigte sich zuletzt positiv beeindruckt von Pacult, den er bislang nur aus den Geschichtsbüchern der 60er kennt. Am 28. Oktober gratulierte er der Löwen-Stürmer-Legende zum 60. Geburtstag. "Sie haben einen großen Anteil daran, dass der Verein in den 90er Jahren wieder zum Leben erweckt worden ist", bedankte sich der Jordanier. "Vielleicht bekommen wir beide irgendwann die Gelegenheit, uns kennen zulernen" ...