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Corona-Virus: erhöhte Vorsichtmaßnahmen bei Sportveranstaltungen | BR24

© Picture alliance/dpa

Fan-Selfies - ab sofort beim FC Bayern München verboten

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Corona-Virus: erhöhte Vorsichtmaßnahmen bei Sportveranstaltungen

Der FC Bayern München verbietet seinen Spielern das Autogrammeschreiben und Fan-Selfies. Bei den Radprofis endet die UAE Tour. In der Schweiz fallen Fußballspiele aus. Und die alpinen Weltcupfinals werden ohne Zuschauer stattfinden.

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FC Bayern: Autogramme und Selfies mit Fans verboten

Basierend auf den Empfehlungen des Institutes und deren erweiterter Umsetzung hat Prof. Dr. Roland Schmidt, der internistische Leiter der medizinischen Abteilung des FC Bayern, den Spielern des FC Bayern empfohlen, bis auf Weiteres keine Autogramme mehr zu schreiben. Sie dürfen auch nicht für Fotos oder Selfies mit den Fans zur Verfügung stehen. Auf seiner Webseite bat der Verein "um das Verständnis unserer Fans und aller Besucher des FC Bayern". Desweiteren stehen die Bayern im Austausch mit der Stadt München. Mit Blick auf eine China-Reise im Sommer beobachtet der FC Bayern auch die Situation Vorort genau.

UAE Tour der Radprofis kurz vor Ende abgebrochen

Die UAE Tour der Radprofis ist zwei Etappen vor dem Ende wegen der Coronavirus-Epidemie abgebrochen worden. Dies teilten die Organisatoren mit. Bei zwei Italienern aus dem Betreuerstab eines Teams war das Virus nachgewiesen worden, auch alle Radprofis sollten getestet werden. «Es ist eine Schande, dass die UAE Tour abgebrochen wurde, aber Gesundheit muss vorgehen», twitterte der britische Radstar Chris Froome, der in den Emiraten sein Renncomeback nach langer Verletzungspause bestritt: «Wir warten die Tests ab und bleiben bis dahin im Hotel.» Auch die deutsche Rundfahr-Hoffnung Emanuel Buchmann und Sprintstar Pascal Ackermann (beide Bora-hansgrohe) gehörten zum Fahrerfeld, Buchmann war jedoch nach einem Sturz bereits abgereist. Ackermann und seine weiteren Kollegen vom Radrennstall Bora-hansgrohe müssen dagegen ausharren.

Fußball in der Schweiz: Keine Spiele in der 1. und 2. Liga

In der Schweiz sind wegen der Coronavirus-Epidemie bis zum 15. März auch alle Sport-Großveranstaltungen verboten worden. Spiele mit mehr als 1000 Zuschauern dürfen auf Anweisung des Bundesrats in diesem Zeitraum nicht mehr stattfinden. Möglich bleiben demnach aber Geisterspiele ohne Fans oder Partien mit geringeren Zuschauerzahlen. Alternativ müssten die geplanten Spiele verschoben oder abgesagt werden. Betroffen sind davon vor allem Fußballspiele und Partien der höchsten Eishockey-Ligen. Alle Fußball-Erstligapartien dieses Wochenendes wurden auf einen unbestimmten Termin verlegt.

Weltcupfinals ohne Zuschauer

Die alpinen Weltcupfinals im italienischen Cortina d'Ampezzo werden aufgrund der Corona-Fälle in Norditalien ohne Zuschauer stattfinden. Die Rennen zum Abschluss der Alpinsaison finden in diesem Jahr vom 18. bis 22. März statt. Cortina liegt an der nördlichen Spitze von Venetien, einer der am stärksten von dem Virus Sars-CoV-2 betroffenen Regionen in Italien. "So wie es jetzt aussieht, wird in Cortina gefahren, aber ohne Fans", sagte der Renndirektor des internationalen Skiverbandes FIS Markus Waldner. Der Weltverband arbeite mit mehreren Szenarien. "Aber es gibt nur einen offiziellen Plan: Cortina", ergänzte Waldner.

Corona-Fälle beeinflussen auch Formel-1-Planung

Die fortschreitende Ausbreitung des Coronavirus könnte zur Absage weiterer Formel-1-Rennen führen, allen voran des Großen Preises von Vietnam am 5. April. Die Teamchefs und der Automobilverband FIA wollen sich jetzt beraten.

Ski-Weltcups von La Thuile: Athleten-Interviews nur mit Abstand

Die Angst vor dem Coronavirus hat die Organisatoren des Ski-Weltcups von La Thuile zu bemerkenswerten Vorgaben für Journalisten veranlasst. Bei Interviews gilt ein Mindestabstand, Pressekonferenzen und Siegerehrungen wurden abgesagt.

Alpin-Rennen in La Thuile finden mit weniger Zuschauern statt

Der Weltcup der Skirennläuferinnen im italienischen La Thuile wird trotz des Ausbruchs des Coronavirus' in Norditalien stattfinden. Dort soll es keine Krankheitsfälle geben. Bisher sei die autonome Region des Aostatales von akuten Fällen verschont geblieben. Damit können der Super-G (Samstag) und die Kombination (Sonntag) wie geplant gefahren werden. Allerdings werden zu den Rennen weniger Zuschauer als ursprünglich vorgesehen zugelassen. Außerdem befinde sich das italienische Team unter ständiger Beobachtung durch die medizinische Abteilung der FIS.

Italien ist vom 18. bis 22. März noch als Gastgeber des Weltcup-Finals vorgesehen, das im nächsten WM-Ort Cortina d'Ampezzo stattfinden soll. "Ich hoffe, dass sich die Lage bis dahin beruhigt hat", hofft Giovanni Malago, der Präsident des Italienischen Olympischen Komitees CONI.

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Der Weltcup der Skirennläuferinnen im italienischen La Thuile wird trotz des Ausbruchs des Coronavirus' in Norditalien stattfinden. Dort soll es keine registrierten Corona-Fälle geben.

Japan: Olympia rückt in den Fokus

Das Internationale Olympische Komitee hält trotz des Coronavirus-Ausbruchs in Japan an den Olympischen Spielen in Tokio fest. Der Marathonlauf in der japanischen Metropole wurde hingegen von 40.000 auf nur 200 Starter begrenzt. Die Fußballspiele der J-League fallen komplett aus.

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Das Internationale Olympische Komitee hält trotz des Coronavirus-Ausbruchs in Japan an den Olympischen Spielen in Tokio fest. Bei anderen Sportevents gibt es eine strenge Limitierung der Teilnehmerzahl. Manche werden sogar komplett abgesagt.

Shorttrack-WM in Seoul abgesagt

Die für Mitte März geplanten Shorttrack-Weltmeisterschaften in Südkoreas Hauptstadt Seoul wurden hingegen abgesagt. Der Eislauf-Weltverband ISU stuft die Gefahren wegen des grassierenden Coronavirus' für Sportler und Zuschauer als zu hoch ein.

Veranstaltungen in Deutschland betroffen

Erste Absagen und besondere Vorkehrungen gibt es jetzt auch in Deutschland. So fallen die German Open im Badminton in Mülheim aus. Das mit 170 000 Dollar (rund 156 000 Euro) dotierte Badminton-Turnier der BWF Word Tour mit zahlreichen asiatischen Teilnehmern sollte vom 3. bis 8. März stattfinden. Vorausblickend hat Bundesligist Schalke 04 bereits bekannt gegeben, auf seine im Sommer geplante Chinareise zu verzichten. Bei den am Freitag (28.02.20) beginnenden Nordischen Ski-Weltmeisterschaften der Junioren in Oberwiesenthal herrscht Alarmbereitschaft, sie werden aber trotzdem durchgeführt.