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Triathlon: DTU und Al-Sultan beenden Zusammenarbeit | BR24

© picture alliance / Michael Rauschendorfer

Faris Al Sultan 2013 auf der Radstrecke bei der Ironman-Triathlon-WM in Kailua-Kona

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    Triathlon: DTU und Al-Sultan beenden Zusammenarbeit

    Faris al Sultan und die Deutsche Triathlon Union (DTU) beenden ihre Zusammenarbeit zum September. "Ich habe der DTU mitgeteilt, dass ich meine Arbeit nach der Saison nicht mehr fortsetzen werde", so der ehemalige Ironman-Weltmeister auf Twitter.

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    Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, den Vertrag aufzulösen, teilte die DTU am Montag mit. "In den Gesprächen nach der Verschiebung der Olympischen Spiele haben wir auf beiden Seiten festgestellt, dass unsere Vorstellungen über die weitere Zusammenarbeit sehr unterschiedlich sind", sagte DTU-Sportdirektor Jörg Bügner.

    Der 42 Jahre alte Münchner hatte den Posten "Bundestrainer Elite" erst im November 2018 übernommen. Damals coachte Al-Sultan auch noch den zweifachen Ironman-Weltmeister Patrick Lange. Diese Zusammenarbeit war nach der WM im vergangenen Jahr beendet worden. "Ich hatte eine sehr lehrreiche Zeit bei der DTU und bin dankbar für die Erfahrungen, die ich machen konnte", wurde Al-Sultan in der Mitteilung des Verbandes zitiert.

    Al Sultan: "Ich wurde nicht gefeuert"

    Kurz nach der Veröffentlichung meldete sich der Ironman-Weltmeister von 2005 zu Wort: "Ich möchte eines klarstellen: Ich wurde nicht gefeuert, weil ich meine persönliche Meinung kundgetan habe", twitterte Al-Sultan. Vielmehr habe er der DTU mitgeteilt, "dass ich meine Arbeit nach der Saison nicht mehr fortsetzen werde".

    Seit November 2018 hatte Al-Sultan als Bundestrainer Elite die Athleten aus dem Olympia- und Perspektivkader betreut - zuletzt aber mit kritischen und teilweise verwirrenden Aussagen über den Umgang der deutschen Regierung mit der Corona-Pandemie für Aufsehen gesorgt. "Ich schäme mich für eine Bundeskanzlerin, die wider aller Fakten etwas vom Verlust der Liebsten faselt, statt auf die organisatorische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft hinzuweisen, um sämtliche Probleme mit Vernunft anzugehen", schrieb Al-Sultan in einem Leserbrief im Nachrichtenmagazin Spiegel.

    DTU will sich nach Olympia 2021 neu aufstellen

    Der Bundestrainer Elite ist bei der DTU für die sportliche Ausrichtung der Olympia- und Perspektivkader-Athletinnen und -Athleten verantwortlich. Die DTU wird bis zu den Olympischen Spielen in 2021 die Position nicht nachbesetzen und sich im Anschluss auf der Basis der Ergebnisse und der Erfahrungen des letzten Olympiazyklus neu aufstellen.