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Trainer Baum zu Haaland und Jugendarbeit: "Nicht abheben!" | BR24

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Ex-Augsburg-Trainer Manuel Baum, der heute die deutsche U20-Nationalmannschaft coacht, äußert sich bei Heute im Stadion auf Bayern 1 zur Nachwuchsarbeit und dem neuen Dortmunder Jungstar Erling Haaland, der gegen Augsburg gleich drei Mal traf.

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Trainer Baum zu Haaland und Jugendarbeit: "Nicht abheben!"

Ex-Augsburg-Trainer Manuel Baum, der derzeit die deutsche U20-Nationalmannschaft coacht, äußert sich bei Heute im Stadion auf Bayern 1 zur Nachwuchsarbeit und dem neuen Dortmunder Jungstar Erling Haaland, der gegen Augsburg gleich drei Mal traf.

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Trainer Baum verfolgte im Studio die spektakuläre 3:5-Niederlage der Augsburger gegen Borussia Dortmund und sah auch die drei Treffer des eingewechselten Haalands bei seinem Bundesliga-Debüt. "Ich konnte ihn auch schon im Training sehen. Er ist unfassbar selbstbewusst und bringt eine enorme Qualität auf den Platz", schilderte Baum und ergänzte: "Er tendiert noch nicht zur Überheblichkeit, da muss man aufpassen bei so einem Jungen. Er ist ein physisch starker Stürmer den Dortmund so noch nicht hat, insofern tut er ihnen extrem gut."

Übergang von Jugend zu Profis schwierig

Der studierte Lehrer Baum trainiert derzeit die U20-Nationalmannschaft und hat bereits viel Erfahrung im Jugendbereich, zum Beispiel auch beim FC Augsburg. Er erklärte die Situation für junge Spieler so: "Was da alles auf so Jugendspieler einprasselt, wie die verwöhnt werden, das musst du im Kopf erstmal verkraften und nicht abheben." Meist sei der Übergang zu den Profis extrem schwierig: "Bis zur A-Jugend bist du im Verein extrem hoch angesehen, wirst von Beratern und Sponsoren umworben – und auf einmal kommst du in eine Profimannschaft, wo alles anders läuft, du fällst mental in ein tiefes Loch", schilderte er und meinte: "Der Übergang müsste deutlich sanfter ausfallen." Von seinen U20-Nationalspielern ist momentan kein Akteur Stammspieler in der Bundesliga.

Mit dem Adler auf der Brust

Zu seiner neuen Berufung meinte Baum: "Es ist was anderes als bei einem Klub, aber das habe ich bewusst gewählt. In den zweieinhalb Jahren Augsburg war ich sehr im Tagesgeschäft gefangen, jetzt kann ich auch das Netzwerk und Wissen des DFB nutzen. Das ist für den nächsten Schritt im Verein auch etwas Wertvolles". Dabei springe der Puls natürlich auch hoch, wenn er mit "dem Adler auf der Brust" zu einem Länderspiel reise.

Emotionen in Augsburg

Die größten Emotionen halte aber nach wie vor der Trainerjob in der Bundesliga bereit. "Es hat mir immer riesig Spaß gemacht in Augsburg als Trainer draußen stehen zu dürfen. Die Fans, wie sie mitgehen und einen immer unterstützen. Ja, das geht mir schon ab!" Seinem Ex-Verein empfahl Baum nicht nur auf Pressing und Konter zu setzen: "Sie haben extrem viel Qualität mit Ball und schnelle, technisch starke Spieler. Sie sind gut beraten sich in allen Spielphasen weiterzuentwickeln und auch mit dem Ball etwas anzufangen."