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Torwart-Duell: Ter Stegen kritisiert Manuel Neuer | BR24

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Marc-André ter Stegen hat den Torwartstreit mit Manuel Neuer in der deutschen Nationalmannschaft vor dem Champions-League-Spiel des FC Barcelona bei Borussia Dortmund weiter angeheizt.

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Torwart-Duell: Ter Stegen kritisiert Manuel Neuer

Die Fußball-Champions-League startet in die neue Saison, der FC Barcelona ist mit Nationaltorwart Marc-André ter Stegen zu Gast bei Borussia Dortmund. Das nutzte ter Stegen, um im Konkurrenzkampf mit Bayern-Torwart Manuel Neuer verbal nachzulegen.

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Eigentlich hätte es viel zu erzählen gegeben rund um das Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Barcelona am Dienstagabend (21.00 Uhr). Doch Barcelona-Torwart Marc-André ter Stegen nutzte die Pressekonferenz vor dem Spiel, um einmal mehr seinem Unmut über seine Stellung in der deutschen Nationalmannschaft Luft zu machen.

Ter Stegen: Neuers "Aussagen unpassend"

"Natürlich habe ich etwas dazu zu sagen. Du kannst keinen Konkurrenzkampf ausrufen und erwarten, dass Spieler, die nicht spielen, glücklich darüber sind", erklärte ter Stegen und wandte sich auch direkt an Bayern-Torwart Manuel Neuer. "Manu muss nichts zu meinen Gefühlen sagen und das bewerten. Das ist meine persönliche Meinung", sagte ter Stegen: "Wenn man die letzten Jahre sieht, wie ich mich verhalten habe, dann sind Aussagen wie diese unpassend."

Es rumort weiter beim Kampf um die Nummer eins im Tor der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft. In den beiden EM-Qualifikationsspielen gegen die Niederlande (2:4) und Nordirland (2:0) hatte Manuel Neuer gespielt, ter Stegen nur auf der Bank gesessen. Der Barca-Keeper nannte das anschließend einen "schweren Schlag".

Neuer hatte nach dem Bundesligaspiel der Bayern in Leipzig (1:1) versucht, die Wogen etwas zu glätten. Doch Aussagen wie "Wir sind eine Mannschaft und sollten alles dafür tun, dass wir als Mannschaft auftreten. Auch wir Torhüter müssen zusammenhalten", bewirkten bei ter Stegen offenbar des Gegenteil.

Köpke: "Man kann nicht jedem Torhüter gerecht werden"

Was ter Stegens Laune nicht verbessert haben dürfte. Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hatte ter Stegen in einem Zeitungsinterview indirekt wenig Hoffnung gemacht, Neuer in naher Zukunft als Nummer eins abzulösen. Zwar können Köpke "die Unzufriedenheit von Marc-André verstehen", wird er zitiert: "Aber es ist nun mal eine Position, auf der wir stark besetzt sind und man leider nicht jedem Torhüter gerecht werden kann." Die klare Botschaft: Manuel Neuer ist und bleibt die Nummer eins in der deutschen Nationalmannschaft.

Jens Lehmann und Lothar Matthäus unterstützen Neuer

Auch ehemalige Nationalspieler zeigten zwar Verständnis für den Frust ter Stegens, sehen aber ebenfalls Manuel Neuer vorn. "Wenn beide einhundert Prozent spielen, dann ist Neuer besser. Er hat halt alles und ist komplett", sagte etwa der frühere Nationaltorwart Jens Lehmann, der sich vor der WM 2006 in Deutschland ein ähnliches Duell - sportlich und verbal - mit dem damaligen Bayerntorwart Oliver Kahn geliefert hatte.

Der fränkische 1990-Weltmeister Lothar Matthäus sagte in einem Zeitungsinterview: "Manuel Neuer ist aktuell wieder in Weltmeister-Form ... Ich verstehe Jogi Löw: Er vertraut einem Torhüter, der sich ja nichts zuschulden kommen lässt und im Moment überragend hält."