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Toronto Raptors neuer NBA-Champion | BR24

© picture alliance/dpa/Frank Gunn

Die Toronto Raptors sind neuer Meister in der NBA.

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    Toronto Raptors neuer NBA-Champion

    Zum ersten Mal in der Geschichte der nordamerikanischen Basketball-Profiliga gewann ein kanadisches Team den Titel. Die Mannschaft um Star Kawhi Leonard besiegte den Titelverteidiger Golden State Warriors aus Kalifornien.

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    Tausende Menschen feierten bereits kurz nach Schlusspfiff auf den Straßen Torontos den historischen Sieg: Es ist das erste Mal, dass die begehrte Trophäe der NBA nach Kanada geht. Das entscheidende Spiel gewannen die Kanadier beim Titelverteidiger knapp mit 114:110. Damit entschied das Team aus Toronto die Best-of-Seven-Serie mit 4:2 für sich. Durch den überraschenden Triumph verhinderten die Raptors zugleich den Meister-Hattrick der Warriors. Dies ist zuletzt nur den die Los Angeles Lakers 2002 gelungen.

    Spiel auf Augenhöhe

    Torontos Superstar Kawhi Leonard war nach dem Sieg überglücklich. "Ich wollte hier Geschichte schreiben. Und das habe ich getan", sagte der nach Champagner-Duschen völlig durchnässte Leonard. Der 28-Jährige wurde zusätzlich als MVP der Finalserie ausgezeichnet.

    Für die beiden Mannschaften war es ein Spiel auf Augenhöhe: Zwar erwischten die Raptors den besseren Start, schnell konnten sich die Golden State Warriors aber wieder zurückmelden. Die Führung wechselte ständig, bis der Spielmacher Leonard in den letzten Sekunden mit zwei Freiwürfen den Sieg unter Dach und Fach brachte.

    Wegbereiter zum entscheidenden vierten Sieg waren Spielmacher Kyle Lowry, Pascal Siakam (beide 26 Punkte), Fred VanVleet und Leonard (beide 22), 2014 bereits Champion mit den San Antonio Spurs.

    Warriors von Verletzungen geplagt

    Für die Golden State Warriors war die Finalserie in doppelter Hinsicht eine Niederlage: Nicht nur, dass sie seit 2015 bereits ihren vierten Titelgewinn verpassten, so erlitten auch zwei wertvolle Spieler schwere Verletzungen: Für Klay Thompson, Topscorer des Klubs, war wegen Knieproblemen bereits nach dem dritten Viertel Schluss. Der dreimalige Meister zog sich einen Kreuzbandriss zu.

    Auch Superstar Kevin Durant konnte bei der Partie am Donnerstagabend nicht mitspielen. Er erlitt bereits im vorausgegangenen Spiel einen Achillessehnenriss. Beide werden nun lange pausieren müssen.

    Enttäuschender Abschied aus Oakland

    Der Titelverteidiger stand offenbar unter keinem guten Stern: Die Warriors verloren alle Heimspiele in der Finalserie und verabschiedeten sich so mit einer Enttäuschung aus Oakland. In der kommenden Saison wird der Verein nach fast 50 Jahren wieder in seiner alten Heimat San Francisco spielen.