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Das Coronavirus, große Hitze und jetzt auch noch die Abkehr eines Hauptsponsors von den Olympischen Spielen - Tokio zwei Tage vor der Eröffnungsfeier.

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Corona, Hitze, Sponsoren weg - Olympiaauftakt mit Sorgen

Das Coronavirus, große Hitze und jetzt auch noch die Abkehr der ersten Sponsoren von den Olympischen Spielen: In Tokio, wo es in Sportarten wie Softball und Fußball schon vor der Eröffnungsfeier am Freitag begonnen hat, ist nichts mehr unmöglich.

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Schon vor der Eröffnungsfeier am Freitag haben in Tokio die ersten Wettkämpfe begonnen. Japans Softballerinnen schlugen in Fukushima Australien klar mit 8:1. Auch Weltmeister USA startete erfolgreich. Außerdem hat das Olympische Fußballturnier der Frauen begonnen.

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Gastgeber Japan ist mit einem 8:1-Sieg im ersten Softball-Spiel des olympischen Turniers gegen Australien in die Sommerspiele gestartet.

Doch die sportlichen Highlights werden wenige Tage vor Beginn der weltweit größten Sportveranstaltung - die offizielle Eröffnungsfeier ist am Freitag um 13.00 Uhr - von anderen Dingen überschattet.

Das Coronavirus hat Tokio im Griff. Im Olympischen Dorf selbst wurden am Montag drei neue Infektionsfälle bekannt. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der positiven Fälle in der olympischen Blase schon jetzt auf mehr als 60.

Große Hitze macht Sorgen

Auch sonst haben die Olympia-Organisatoren kein Glück: Neben dem Virus meldet sich jetzt auch noch eine "alte Bekannte" zurück - die Hitze. Der Marathonlauf wurde eigens deshalb schon nach Sapporo verlegt - doch dort herrschen jetzt 35 Grad Celsius, die höchste Temperatur seit 21 Jahren.

Toyota und Panasonic ziehen sich als Sponsoren zurück

Und nun distanziert sich auch noch ein Hauptsponsor: Toyota hat in Japan alle Werbespots zurückgezogen und wird auch nicht bei der Eröffnungsfeier in Erscheinung treten. Bloß nicht mit den Olympischen Spielen in Verbindung gebracht werden, ist wohl jetzt das Motto.

Und Toyota ist nur der erste Großkonzern, andere zogen bereits nach: Der Elektronikriese Panasonic, wie Toyota ein Top-Sponsor der Spiele, gab am Dienstag (20.07.2021) bekannt, Konzernchef Yuki Kusumi werde der Eröffnungszeremonie am Freitag fernbleiben.

Auch der Vorsitzende des mächtigen Wirtschaftsdachverbandes Keidanren, Masakazu Tokura, will sich die Zeremonie von zu Hause aus anschauen. Die Chefs des Unternehmerverbandes und der Industrie- und Handelskammer nehmen nicht an der Eröffnungsfeier im Olympia-Stadion teil.

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IOC-Präsident Thomas Bach

Bach hofft weiter auf "kraftvolle Botschaft" für die Welt

Tokio 2020 - "nichts ist unmöglich", wie es in einem Werbespot des Automobilherstellers heißt. IOC-Präsident Thomas Bach verbreitet angesichts solcher Meldungen allerdings weiterhin Optimismus. Olympia in Tokio werde "den Menschen Vertrauen in die Zukunft geben", versprach der 67-Jährige. "Eine kraftvolle Botschaft in die Welt" erhofft sich Bach.

Auch für Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga gibt es trotz des Corona-Notstands in Tokio und der anhaltenden Umfrage-Mehrheiten gegen die Spiele jetzt kein Zurück mehr. Die Bedeutung der Spiele werde durch die schwierigen Umstände "weder belastet noch verringert", beteuerte der Regierungschef bei seinem Grußwort an die IOC-Mitglieder. Seine Gesundheitsberater halten die Austragung des Mega-Spektakels mit Zehntausenden Ausländern für keine gute Idee, doch Suga setzt auf den Erfolg der Spiele.