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"Titan" Kahn wird 50: Torhüter-Ikone mit "Biss" und Eiern | BR24

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Oliver Kahn

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"Titan" Kahn wird 50: Torhüter-Ikone mit "Biss" und Eiern

Die Liste der Erfolge und Auszeichnungen von Oliver Kahn umfasst nahezu alles, was man im Fußball gewinnen kann. Jetzt wird der "Titan" 50. Als Profispieler stand er für seinen bissigen Ehrgeiz und absoluten Perfektionismus.

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Acht Mal konnte Kahn mit dem FC Bayern München die Meisterschale hochhalten, sechs Mal reckte er den DFB-Pokal in die Höhe. Im Jahr 2001 hielt er im Champions-League-Finale im Elfmeterschießen den Schuss von Mauricio Pellegrino und sicherte dem FC Bayern München durch diese Parade den Henkelpott. Bis heute ist er Rekordhalter in der Geschichte der Bundesliga: Mit 557 Spielen stand er am häufigsten als Keeper im Kasten. 204 Mal hielt er diesen sauber, auch das ist eine Bestmarke.

Bester WM-Spieler 2002 trotz verlorenem Finale

Von 1993 bis 2006 stand er bei 86 Länderspielen im Tor der Nationalmannschaft. Im Jahr 1996 wurde er als Ersatztorhüter hinter Andreas Köpke Europameister. Einzig und allein der WM-Titel blieb ihm verwehrt: Im Endspiel der Weltmeisterschaft 2002 gegen Brasilien hatte er einen Schuss höchst unglücklich in Richtung Ronaldo abgewehrt, dem daraufhin der vorentscheidende Treffer zum 1:0 (Endstand 2:0) gelang. Trotzdem wurde Kahn, der das DFB-Team durch seine überragende Leistung in das Endspiel gebracht hatte, als erster Keeper überhaupt mit dem Goldenen Ball als bester WM-Spieler ausgezeichnet.

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Am 31. Mai 1997 durfte Oliver Kahn erstmals die Meisterschale in die Höhe stemmen – hier zusammen mit Abwehrspieler Thomas Strunz.

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Sechs Mal hielt er den DFB-Pokal in den Händen - im Jahr 2008 nach einem Sieg gegen Borussia Dortmund.

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Im Jahr 2001 hielt er im Champions-League-Finale im Elfmeterschießen den letzten Versuch des FC Valencia von Mauricio Pellegrino.

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Durch diese Parade gewann der FC Bayern München das Endspiel und wurde Champions-League-Sieger 2001.

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WM-Finale 2002: Ronaldo traf zum vorentscheidenden 1:0 gegen Oliver Kahn. Am Ende verlor das DFB-Team mit 0:2.

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Trotzdem wurde er mit dem "Goldenen Ball" für den "besten Spieler der Fußball-WM 2002 geehrt, Ronaldo bekam nur den "Silbernen Ball".

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Seinen Gegenspieler demonstrierte er seinen unbedingten Einsatzwillen – hier geriet er mit Bielefelds Fatmir Vata (l) verbal aneinander.

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Hier packte er Andreas Möller am Ohr. Eine andere Auseinandersetzung mit Heiko Herrlich wirkte, als wolle der Torhüter ihm in den Hals beißen.

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Die gegnerischen Fans warfen ihm Bananen vor sein Gehäuse – beispielsweise am 23. April 2000 im Dortmunder Westfalenstadion.

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Ein aus dem Publikum geworfener Golfball traf ihn sogar einmal an den Kopf.

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Beim FC Bayern München gehört Kahn aber zu den großen Legenden. Für die Meistermannschaft 2019 stand er nochmals Spalier.

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Kahns Abschiedsspiel fand am 2. September 2008 zwischen dem FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft statt.

Hals-"Biss" und Nackengriff

Durch seine Paraden und seinen Einsatzwillen wurde Kahn zu einer Kultfigur des deutschen Fußballs. Eine Auseinandersetzung von Kahn mit Heiko Herrlich wirkte so, als wolle der Torhüter ihm in den Hals beißen. Ähnlich aggressiv verlief eine Szene im Jahr 2002: Als er seinen Gegenspieler Thomas Brdarić im Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen im Nacken packte, schrammte er nur knapp an der roten Karte vorbei.

"Eier, wir brauchen Eier!"

Auch nach dem Schlusspfiff nahm der Titan häufig deutlich Stellung: Legendär wurde sein Ausspruch "Eier, wir brauchen Eier!" nach einer 0:2-Niederlage im Jahr 2003 auf Schalke. Die Münchner Fans liebten ihn, von den gegnerischen Fans hingegen wurde er durchaus gehasst. Sie bewarfen ihn in einigen Spielen sogar mit Bananen und imitierten Affenlaute, sobald der Keeper am Ball war.

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Oliver Kahn wird 50. Der "Bayern-Titan" war oft zu Gast in Blickpunkt Sport. Hier die Höhepunkte seiner Studiobesuche.

Rummenigge-Nachfolger als Vorstandsvorsitzender in Spe

Seit 2008 arbeitet Kahn als Fußballexperte im Fernsehen. In naher Zukunft soll er als Wunschkandidat von Präsident Uli Hoeneß das Amt von Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München übernehmen.