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Thomas Broich: "Die Bayern hatten mehr Glück als Verstand" | BR24

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ARD-Fußballexperte Thomas Broich analysierte in Blickpunkt Sport das Remis im Bundesliga-Spitzenduell, bilanzierte die Ergebnisse unter Bayern-Trainer Hansi Flick und gab im Interview eine Einschätzung zur aktuellen Debatte um Thomas Müller.

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Thomas Broich: "Die Bayern hatten mehr Glück als Verstand"

ARD-Fußballexperte Thomas Broich analysierte in Blickpunkt Sport das Remis im Bundesliga-Spitzenduell, bilanzierte die Ergebnisse unter Bayern-Trainer Hansi Flick und gab im Interview eine Einschätzung zur aktuellen Debatte um Thomas Müller.

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Das torlose Unentschieden im Bundesliga-Spitzenduell zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig wertet Broich keinesfalls als Sieg für Leipzig. In seinen Augen waren die Hausherren überrascht von dem Gegenwind, der von den Leipzigern Mitte der ersten Halbzeit ausging, war man in den letzten Duellen doch klar überlegen gewesen.

"Die Bayern hatten heute in der ein oder anderen Situation mehr Glück als Verstand." Thomas Broich

Gute Leistungen, aber viel Pech

Der ARD-Fußballexperte ist beeindruckt vom Ehrgeiz und der Direktheit von Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann, gerade im Kontrast zum neuen Coach der Bayern, denn Hansi Flick zeichnet ein weicheres Bild von sich. Broich warnt allerdings davor, das herausragende taktische und fachliche Wissen, das hinter dem "Menschenkenner" Flick steckt, zu unterschätzen. Die Bilanz werde Flick seiner Meinung nach nicht gerecht, da die Bayern in Spielen gegen Top-Mannschaften wie Leverkusen oder Gladbach gute Leistungen zeigten, am Ende aber oft das letzte Quäntchen Glück fehlte. Angesichts der Auslosung für den DFB-Pokal glaubt Broich nicht, dass die Dreifachbelastung dem FC Bayern zum Verhängnis werden könnte. Im Gegenteil, Mannschaften die schon früher ausgeschieden sind, seinen es nicht gewöhnt "regelmäßig gegen solche Brocken anzutreten".

Verständnis für Joachim Löws Müller-Statement

In der aktuellen Debatte um Thomas Müller teilt Broich die Einstellung von Bundestrainer Joachim Löw. Seiner Ansicht nach passt die clevere, aber langsamere Spielweise von Thomas Müller nicht in das aktuelle Konzept der deutschen Nationalmannschaft, weshalb auch er ein Comeback des Bayernspielers in die DFB-Auswahl für unwahrscheinlich hält.

"Gerade jetzt ist es wichtig, jungen Spielern Entwicklungsraum zu geben. Ein Thomas Müller bremst da nur." Thomas Broich