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Tennis: Zverev steht im Finale der US Open | BR24

© picture alliance/AP Images

Alexander Zverev bei den US-Open

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    Tennis: Zverev steht im Finale der US Open

    Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev hat bei den US Open in New York zum ersten Mal in seiner Karriere das Endspiel eines Grand-Slam-Turniers erreicht.

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    Im Halbfinale der US Open am Freitag (12.09.2020) bezwang der 23 Jahre alte Hamburger Alexander Zverev den Spanier Pablo Carreno Busta nach einer starken Aufholjagd in 3:22 Stunden mit 3:6, 2:6, 6:3, 6:4, 6:3. Im Endspiel am Sonntag (ab 22.00 Uhr MESZ) trifft Zverev auf den Österreicher Dominic Thiem, der im zweiten Halbfinale den Vorjahresfinalisten Daniil Medwedew aus Russland bezwang.

    In Melbourne hatte Zverev zu Beginn dieses Jahres erstmals ein Grand-Slam-Halbfinale erreicht, vor der monatelangen Unterbrechung der Tour wegen der Coronavirus-Pandemie aber gegen Thiem verloren. Nun drehte er erstmals überhaupt einen 0:2-Satzrückstand und zog als erster deutscher Tennisspieler seit Michael Stich 1994 in Flushing Meadows in das Finale ein.

    "Ich konnte es nicht glauben, als ich 0:2 in Rückstand geriet, und das als Favorit. Ich wusste gar nicht, was los war, aber ich wusste, dass ich besseres Tennis spielen musste. Ich bin in meinem ersten Grand-Slam-Finale, das ist das Wichtigste", sagte Zverev nach 3:22 Stunden im Siegerinterview auf dem Platz.

    Miserabler Start

    Dabei war er miserabel in die Partie gegen den Weltranglisten-27. gestartet. Zum 1:3 nahm der Weltranglisten-27. aus Gijon im ersten Satz Zverev das Aufschlagspiel ab. Als nach 40 Minuten eine Rückhand des Deutschen im Netz landete, war Durchgang eins entschieden. Im zweiten Satz wurde es noch schlimmer: Gleich im ersten Spiel kassierte Zverev ein Break. Er kämpfte zwar, doch der frühere Top-Ten-Spieler Carreño Busta wusste auf alles die bessere Antwort und spielte grundsolide und unaufgeregt.

    Nach dem verlorenen zweiten Satz verließ Zverev kurz den Platz - und kam regelrecht verwandelt wieder. Er wurde nun stärker, spielte präziser und leistete sich weniger Fehler.

    Zverev nutzt die Schwächephase

    Mit dem Satzgewinn zum 6:3 keimte wieder Hoffnung auf. Im vierten Durchgang wurde es dann kurzzeitig unschön, als Carreño Busta beim Stand von 3:5 aus seiner Sicht einen harten Ball direkt auf Zverevs Körper schlug. Der Spanier entschuldigte sich zwar sofort, doch Zverev blickte mit Unverständnis auf die andere Seite. Mit einem Ass nutzte Zverev schließlich seinen vierten Satzball zum 2:2-Ausgleich.

    Vor dem fünften Satz musste sich Carreño Busta am Rücken behandeln lassen und nahm eine dreiminütige medizinische Auszeit. Zverev nutzte diese Schwächephase und ging mit einem Break sofort 1:0 in Führung. Den ersten Matchball ließ Zverev wenig später noch ungenutzt, dann landete eine Rückhand des Spaniers im Netz.

    Erster Deutscher seit Boris Becker

    Bei einem Sieg im Finale am Sonntag wäre er der erste deutsche Grand-Slam-Sieger im Herren-Einzel seit Boris Becker, der 1996 die Australian Open gewonnen hatte. Becker war 1989 auch der bislang letzte Deutsche, der in New York den Titel geholt hatte.

    Auf einen Finaleinzug bei einem der vier wichtigsten Tennisturniere mussten die deutschen Herren seit Rainer Schüttler 2003 bei den Australian Open warten.

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