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Emotionaler Auftritt: Tennisprofi Andy Murray wird seine Karriere beenden.
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Johannes Holbein
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Emotionaler Auftritt: Tennisprofi Andy Murray wird seine Karriere beenden.

Es war eine sehr emotionale Pressekonferenz, die Andy Murray in Melbourne abhielt. Mit Tränen in den Augen erklärte der Schotte, dass er spätestens im Sommer in Wimbledon seine Karriere beenden wird. Wie es ihm gehe? "Nicht toll", sagte er traurig. Dann konnte er nicht mehr weiterreden, verließ kurz den Raum und sprach dann mit belegter Stimme. Mehrfach senkte Murray den Kopf, so dass der Schirm seines Basecaps das Gesicht verdeckte, während er sich Tränen aus den Augen wischte. Es fiel ihm immer dann sichtbar schwer, wenn er vom Aufhören und Abschied nehmen sprechen musste.

Vielleicht schon in Melbourne Schluss

Womöglich ist schon nach den Australian Open Schluss, dem ersten Grand-Slam-Turnier der neuen Saison. Dort hat der ungesetzte Brite in der ersten Runde gegen den Spanier Roberto Bautista Agut, der gerade das ATP-Turnier in Doha gewonnen hat, eine schwere Aufgabe vor sich. Ins Hauptfeld war Murray nur wegen des für einige Turniere geschützten Rankings für lange verletzte Profis gerückt. Der nur noch auf Platz 230 der Weltrangliste geführte Brite will zwar zu seiner Erstrundenpartie antreten, sieht sich auf Dauer aber nicht mehr in der Lage, auf dem höchsten Niveau zu spielen. "Ich bin nicht sicher, ob ich noch vier oder fünf Monate unter Schmerzen spielen kann. Ich möchte es bis Wimbledon schaffen und dann aufhören, aber ich bin nicht sicher, ob ich das machen werde", sagte er. Es sei sehr wohl möglich, dass er in Melbourne sein letztes Turnier spiele.

Hüftprobleme seit 20 Monaten

Schon seit geraumer Zeit plagen den Schotten Hüftprobleme. Vor einem Jahr ließ er sich deshalb operieren. Weil er aber immer noch Schmerzen hat, erwägt er einen weiteren Eingriff. Dadurch soll ihm zumindest ein schmerzfreies Leben ermöglicht werden. "Ich habe eine Menge Schmerzen - es ist zu viel", erklärte er. Murray hat eine überaus erfolgreiche Karriere hingelegt. Er gewann zweimal in Wimbledon, war zweimal Olympiasieger, holte den Titel bei den US Open und stand fünfmal im Finale der Australian Open sowie einmal im Endspiel der French Open.

"Der Schmerz erlaubt mir nicht, Spaß am Training oder Wettkampf zu haben". Andy Murray

Halbfinal-Aus für Kohlschreiber und Stuff in Auckland

Wie Murray wird auch Philipp Kohlschreiber in der kommenden Woche in Melbourne antreten. Der an Position 32 gesetzte Routinier aus Augsburg trifft in der ersten Runde auf den Chinesen Li Zhe. Beim ATP-Turnier im neuseeländischen Auckland hat der Augsburger ebenso wie Jan-Lennard Struff das Finale verpasst. Für die beiden Deutschen war im Halbfinale Schluss.

Tennisprofi Philipp Kohlschreiber hat den Finaleinzug beim ATP-Turnier in Auckland verpasst.

Tennisprofi Philipp Kohlschreiber hat den Finaleinzug beim ATP-Turnier in Auckland verpasst.

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Johannes Holbein

Sendung

B5 Sport vom 11.01.2019 - 09:55 Uhr