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Tennis-Doppel feiert historischen Sieg in Paris | BR24

© Picture alliance/dpa

Kevin Krawietz (li.) und Andreas Mies küssen den Siegerpokal

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    Tennis-Doppel feiert historischen Sieg in Paris

    Nach ihrem sensationellen Triumph bei den French Open hatte das deutsche Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies sogar angekündigt, bei ihrer Siegesfeier den Eiffelturm abzureißen. Der steht noch, aber lustig ging es trotzdem her.

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    Schon die Szene nach dem Matchball zum historischen deutschen Doppelerfolg bei den French Open zeigte, dass die beiden ihren Sieg gar nicht so recht fassen konnten. Da lagen sie, alle viere von sich gestreckt, zeitgleich überwältigt und umgehauen von der Wucht ihres unfassbaren Sieges. Rechts vorne am Netz Andreas Mies, links dahinter auf der T-Linie Kevin Krawietz. Geplant war das nicht. "Ich hab dich nicht gesehen", sagte Mies später lachend zu Krawietz, "ich dachte: Wo bleibst du denn, warum springst du nicht auf mich drauf?" Danach folgte auch noch eine für die Tenniswelt regelrecht unschickliche Äußerung: "Geile Scheiße, ist das krank", entfuhr es Mies.

    "Titel ist wichtiger als das Preisgeld"

    Für den Sieg gab es für die Spieler jeweils 290.000 Euro Preisgeld. "So viel?!", rief Mies, als er die Summe hörte - und wieder wurden ihm die Augen feucht. "Jetzt bekommt man auch mal was wieder", sagte er mit leicht bebenden Stimme. Er hat bei drittklassigen Turnieren bisher als Sieger im Doppel 200 Euro mitgenommen, bei zweitklassigen Turnieren 1100. Und dennoch, versicherte er: "Dieser Titel ist wichtiger als das Geld".

    "Als Doppel wenig Schwächen"

    Warum sie den Titel gewonnen haben, was sie können und andere nicht, wussten die beiden nicht so recht zu erklären. Der Coburger Krawietz sagte zum Kölner Mies: "Ich kann Fränkisch, und du siehst gut aus". Mies sagte zu Krawietz: "Ich sehe nur gut aus, und du spielst auch noch gut". Und im Ernst? Als Doppel, erklärte Krawietz, "haben wir wenig Schwächen".

    Der Eiffelturm wackelt

    Schwerer taten sie sich da schon mit Plänen für die Feierlichkeiten. "Ich trinke sonst nicht", sagte Mies, aber diesmal "werde ich mich mit dem Kevin mal richtig abschießen". Und dann, ergänzte er übermütig, "reißen wir noch den Eiffelturm ab". Der Eiffelturm steht noch. Die Tennis-Welt aber ist im Doppel plötzlich ins Wanken geraten.