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Teamcheck SpVgg Greuther Fürth: Sorgenfreie Saison in Sicht | BR24

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Jamie Leweling

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    Teamcheck SpVgg Greuther Fürth: Sorgenfreie Saison in Sicht

    Nach zwei Jahren Abstiegskampf zeigte die Kurve bei der SpVgg Greuther Fürth in der abgelaufenen Saison wieder nach oben. Trainer Stefan Leitl hat die Mannschaft stabilisiert. Vieles spricht für eine sorgenfreie Saison.

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    So lief die vergangene Saison

    In der "Ewigen Zweitligatabelle" grüßt die SpVgg nahezu uneinholbar von Platz eins. Kein anderer Verein bringt es sonst auf 31 Jahre im Unterhaus - mit der Heimpartie gegen den VfL Osnabrück geht es nun in die 32. Spielzeit. Musste man in den Vorjahren mit Platz 15 und 13 immer etwas Angst um das "Kleeblatt" haben, hielt sich das von Stefan Leitl trainierte Team in der abgelaufenen Spielzeit von der Abstiegszone fern und lief auf einem soliden neunten Platz ein.

    Garant für die sorgenfreie Saison war die Abwehr der Mittelfranken. Die Defensivreihe um den erfahrenen Mergim Mavraj ließ nur 45 Gegentore zu und genügte damit höheren Ansprüchen. Dagegen haperte es bisweilen im Spiel nach vorne - sicher eine der Baustellen, die Leitl angehen muss. Das zeigte auch der Auftritt der SpVgg in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gegen den Fünftligisten RSV Meinerzhagen, als der Knoten erst in der Verlängerung platzte.

    Wer kommt, wer geht?

    Coronabedingt hielt sich die Spielvereinigung in Sachen Transfers wie viele andere Klubs auch zurück. Bei den Abgängen schmerzt vor allem der von Stürmer Daniel Keita-Ruel (SV Sandhausen), der mit neun Treffern hinter Branomir Hrgota zweitbester Fürther Schütze war. Der erst in dieser Woche verpflichtete Emil Berggreen (Twente Enschede) soll ihn ersetzen. Weg sind mit Routinier Marco Caligiuri (Ziel unbekannt) und Maximilian Wittek (Vitesse Arnheim) zwei weitere Stammspieler, die auf 29 bzw. 28 Einsätze kamen. Zudem wurden die Leihen mit Marvin Stefaniak (VfL Wolfsburg) und Felix Beijmo (Malmö FF) nicht verlängert.

    Von den Zugängen kann neben Berggreen, der in Deutschland schon für Braunschweig und Mainz spielte, lediglich Abdourahmane Barry (FC Liefering) eine gewisse Erfahrung vorweisen, allerdings kommt der robuste Außenverteidiger aus einer Verletzung. Ihm mangelt es an Spielpraxis. Aus unteren Ligen schlossen sich zudem Anton Stach (VfL Wolfsburg II) und Dickson Abiama (SC Eltersdorf) dem Kleeblatt an. Die Fürther hoffen, dass sie ähnlich gut einschlagen wie zuletzt der stürmende Youngster Jamie Leweling.

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    Kann in Ruhe arbeiten: Trainer Stefan Leitl

    Erwartungen an die neue Saison

    Die Fürther Mannschaft ist eingespielt, hat eine funktionierende Achse (Burchert - Mavraj - Seguin - Hrgota) und eine gute Mischung aus jungen und älteren Profis am Start. Das könnte ein Vorteil sein. Allerdings gilt es, die drei Stammspieler adäquat zu ersetzen, die den Klub verlassen haben. Der Transfermarkt ist bis 5. Oktober geöffnet. Gut möglich, dass Sportchef Rachid Azzouzi noch nachlegt.

    Trainer Stefan Leitl kann in Ruhe arbeiten. Im Umfeld gibt es keine größeren Störungen, die Erwartungen wachsen nicht in den Himmel, sondern sind - wie fast immer in Fürth - realistisch. Beleg dafür ist ein aktuelles Zitat von Rachid Azzouzi: "Die Mannschaft ist eingespielt, von daher haben wir alle ein sehr gutes Gefühl (...) Leitl wisse, "dass wir alle sehr, sehr zufrieden mit der Arbeit sind und dass wir uns natürlich vorstellen können, sehr, sehr langfristig mit Stefan zusammenzuarbeiten".

    Heimschwäche abstellen

    Eine weitere sorgenfreie Spielzeit soll es werden, und dafür stehen die Voraussetzungen gut: Die Vorbereitung lief ordentlich mit einigen guten Ergebnissen (2:0 gegen Borussia Mönchengladbach, 4:1 gegen Jahn Regensburg), im DFB-Pokal stotterte der Motor allerdings noch: "Wir hätten uns gewünscht, dass wir schon mehr Dominanz, Spielfreude und Tempo auf den Platz bringen nach den letzten Wochen in der Vorbereitung, wo die Jungs richtig gut gespielt haben. Das hat gefehlt", sagte Leitl zum etwas glücklichen Weiterkommen.

    Nach dem Heimauftakt gegen Osnabrück warten direkt zwei Auswärtsspiele (in Bochum und Braunschweig) auf das Team. Aber auswärts lief es in der vergangenen Saison überdurchschnittlich gut. Die Heimspiele (sieben Siegen standen genau so viele Niederlagen gegenüber) waren das Problem. Bekommt Leitl das in den Griff und gelingt der Start, dann kann die Spielvereinigung möglicherweise sogar im oberen Drittel mitmischen.