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Teamcheck Jahn Regensburg: Etabliert in der zweiten Liga | BR24

© Picture alliance/dpa

Jahn Regensburg-Trainer Mersad Selimbegović

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    Teamcheck Jahn Regensburg: Etabliert in der zweiten Liga

    Der SSV Jahn Regensburg geht in seine vierte Zweitligasaison in Folge. Die Oberpfälzer haben sich zu einem festen Bestandteil dieser Spielklasse gemausert und dabei soll es nach dem Willen der Regensburger auch bleiben.

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    So lief die vergangene Saison

    Nachdem Trainer Achim Beierlorzer zum 1. FC Köln gewechselt war, begann die Spielzeit 2019/20 für den Jahn mit einem neuen Trainer. Der bisherige Assistent und frühere Jahnspieler Mersad Selimbegović übernahm das Kommando. Unter ihm startete der SSV mit einem furiosem 3:1-Sieg gegen den VfL Bochum in die Saison. In der, zugegebenermaßen noch nicht recht aussagekräftigen Tabelle, teilte sich Regensburg Platz eins mit dem 1. FC Heidenheim. Mit einem 1:1 gegen den Bundesliga-Absteiger Hannover 96 machte sich Regensburg dann aber auf in Richtung gesichertes Mittelfeld der 2. Bundesliga. Dort verharrten die Oberpfälzer für den Rest der Saison. Drei Niederlagen in Folge sorgten im Frühjahr für ein kurzes Murren der Fans. Doch weder die Aufstiegsplätze noch die Abstiegszone wurden jemals betreten.

    Die Bilanz klingt zwar eigentlich nicht besonders spektakulär. Aber es steht fest: Der Jahn hat sich im dritten Jahr als Zweitligist etabliert. Beim Trainer klingt das sogar noch wesentlich euphorischer: "Wir haben Geschichte geschrieben", sagte Selimbegovic, nachdem der Klassenerhalt am drittletzten Spieltag auch rechnerisch sicher war.

    Wer kommt, wer geht?

    Zwei Spieler, die die Mannschaft in den vergangenen Jahren entscheidend geprägt haben, nahmen Abschied vom Jahn: Mannschaftskapitän und Publikumsliebling Marco Grüttner beendete seine Profikarriere und Mittelfeldregisseur Andreas Geipl wechselte zum Ligakonkurrenten nach Heidenheim. Den Innenverteidiger Marcel Correia zog es zum SC Paderborn.

    Mit Mittelfeldspieler Christoph Moritz vom Hamburger SV verstärkte sich der Jahn mit einem Akteur, der Erfahrung aus 185 Partien in der 1. und 2. Bundesliga mitbringt. In der Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist hingegen der 23-jährige Abwehrspieler Scott Kennedy, der vom SK Austria Klagenfurt aus der zweiten österreichischen Liga kam. Neu dazu kamen im Sommer auch Jan Elvedi (SC Kriens), Jan-Niklas Beste (SV Werder Bremen), André Becker (FC-Astoria Waldorf), Kaan Caliskaner (1. FC Köln II) und Alexander Nandzik (1. FC Kaiserslautern).

    Erwartungen an die neue Saison

    "Wir konnten intensiv trainieren, die sechs Wochen nutzen, um als Mannschaft zusammenzufinden und die Neuzugänge zu integrieren und an der Art und Weise feilen, wie wir Fußball spielen wollen", so beschreibt Oliver Hein die Gemütslage in der Mannschaft in der Vorbereitung. Der 30-Jährige Abwehrspieler ist inzwischen elf Jahre bei Regensburg unter Vertrag.

    In Testspielen konnten die Oberpfälzer dem österreichischen Erstligisten Linzer ASK und dem Bundesligisten FC Augsburg jeweils ein 1:1 abtrotzen. Gegen die Liga-Konkurrenten 1. FC Nürnberg unterlag der Jahn hingegen mit 0:1, bei der SpVgg Greuther Fürth setzte es sogar eine 1:4-Niederlage. Erst im letzten Testspiel gelang dem SSV gegen Vorwärts Steyr ein 4:1-Sieg.

    Obwohl aus Regensburg keine expliziten Saisonziele zu vernehmen waren, dürfte der Klassenerhalt wieder im Mittelpunkt der Bemühungen stehen. Benedikt Gimber wird den SSV als neuen Kapitän durch die Saison führen. Die erste Runde im DFB-Pokal hat der Jahn nur mit Mühe überstanden. Mit 4:3 wurde Drittligist 1. FC Kaiserslautern erst im Elfmeterschießen ausgeschaltet. Am 18. September beginnt in Regensburg die neue Spielzeit mit dem Gastspiel des 1. FC Nürnberg.