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Augsburg-Trainer Manuel Baum (Mitte mit schwarzer Mütze) und Spieler beim Trainingslager in Spanien
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Augsburg-Trainer Manuel Baum (Mitte mit schwarzer Mütze) und Spieler beim Trainingslager in Spanien

So lief die Hinrunde

Es war eine enttäuschende Hinserie für den FC Augsburg. Zwar startete die Mannschaft mit einem 2:1-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf in die Saison, danach durfte sie sich allerdings nur noch zwei weitere Male über Siege freuen: Am sechsten Spieltag bezwang sie Freiburg 4:1, am neunten gewann sie 2:1 in Hannover. In den letzten sieben Partien vor der Winterpause holten die Augsburger nur zwei Punkte und rutschten auf den 15. Tabellenplatz ab. Immerhin: Im DFB-Pokal sind sie noch dabei und treffen in der dritten Runde auf Holstein Kiel.

Wer kommt, wer geht

Auf der Torhüter-Position herrscht ein neuer Konkurrenzkampf. Gregor Kobel ist bis zum Sommer von 1899 Hoffenheim ausgeliehen worden. Weder Andreas Luthe noch Fabian Giefer hatten in der Hinrunde die Erwartungen von Trainer Manuel Baum und Manager Stefan Reuter erfüllt. Kobel zeigte sich im Training reaktionsschnell und selbstbewusst. "Ich bin top motiviert", verkündete der 1,94 Meter große Schlussmann. Wen er beim Rückrundenauftakt gegen Düsseldorf ins Tor stellt, hat Trainer Baum allerdings noch nicht bekanntgegeben.

Schon vor der Saison hatte sich Baum, als Spieler selbst Torhüter beim Bayernligisten FC Ismaning, viel Zeit gelassen und erst kurz vor dem ersten Saisonspiel seine Entscheidung für Giefer bekanntgegeben. Als der dann mehrmals patzte, reagierte der Trainer und wechselte zu Luthe. Eine Entscheidung, die den ehemaligen Keeper emotional sehr mitgenommen hatte.

Der Trainer

Manuel Baum nimmt seine Spieler mehr in die Verantwortung. "Die Spieler haben sich verändert, weil sie besser und erfolgreicher geworden sind, da kann man dann in einzelnen Punkten auch mehr erwarten, ohne dass sich unsere grundsätzliche Ausrichtung ändert", sagte er der Augsburger Allgemeinen. Auch sein Coaching werde er ändern.

Im Trainingslager im spanischen Algorfa in der Provinz Alicante plagten Baum Personalsorgen: Zuletzt meldete sich Stürmer Julian Schieber mit einer Blessur im linken Oberschenkel vom Training ab. Davor hatten schon Felix Götze, Sergio Córdova, Jeffrey Gouweleeuw, Martin Hinteregger und Rani Khedira wegen diverser Blessuren aussetzen müssen. Linksverteidiger Philipp Max verpasste das Trainingslager krankheitsbedingt, Caiuby reiste aus privaten Gründen nicht mit. Schon im Sommer war der Brasilianer erst mit Verzögerung in die Saisonvorbereitung eingestiegen, weil er eigenmächtig seinen Heimaturlaub verlängert hatte.

Für Baum ist es ob der vielen Ausfälle schwierig, am Feinschliff zu arbeiten. Zuweilen fehlte fast die komplette Stamm-Viererkette. Eines stellte er aber klar: "Es werden nur die spielen, die 100 Prozent fit sind und 100 Prozent geben können." Immerhin haben die Fuggerstädter gegen den belgischen Erstligisten Royal Antwerpen FC ihr einziges Testspiel der Vorbereitung mit 3:1 gewonnen.

Erwartungen an die Rückrunde

Nur einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz: Die Lage beim FCA ist ernst. Seit dem Aufstieg 2011 hielten die Schwaben in jedem Jahr die Klasse, mussten zuletzt aber dreimal nacheinander bis in die letzte Saisonphase zittern. Das droht dem Team von Manuel Baum auch in diesem Jahr. "Die Situation ist sehr ernst und gefährlich. Es wäre ein Fehler, zu denken, dass wir gut genug sind und von alleine da rauskommen. Wir brauchen Konsequenz, um aus guten Phasen mehr Kapital zu schlagen", sagte Stürmer Alfred Finnbogason dem Kicker. Baum gab sich optimistisch: "Die Qualität ist da, um deutlich mehr Punkte zu holen als in der Hinrunde."

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Heute im Stadion vom 19.01.2019 - 15:05 Uhr