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Der 1. FC Nürnberg will gegen Erzgebirge Aue erfolgreich in die neue Saison starten. Trainer Robert Klauß hofft auf eine Entwicklung seiner Mannschaft und auf konstantere Leistungen.

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Teamcheck 1. FC Nürnberg - Ersehnter Schritt nach vorne

Eine sorgenfreie Saison ist auch im dritten Jahr nach dem Abstieg aus der Bundesliga das erklärte Ziel beim 1. FC Nürnberg. Von Trainer Robert Klauß wird erwartet, dass er der Mannschaft mit Verspätung einen neuen, erfolgreicheren Spielstil einimpft.

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Von
  • Wolfram Porr

44 Punkte und Platz elf in der vergangenen Saison - für einen Club wie den 1. FC Nürnberg ist das eher eine enttäuschende Bilanz. Andererseits war es nach dem Fast-Abstieg im Jahr davor, als in der Relegation gegen den FC Ingolstadt 04 erst in allerletzter Sekunde der Klassenerhalt gesichert wurde, eine klare Steigerung.

Trainer Robert Klauß wollte der Mannschaft eine neue Spielphilosophie einimpfen. Dies gelang nur bedingt. Erst ein Zwischensprint im Frühjahr, als man sieben Partien in Folge ungeschlagen blieb, sicherte den Platz im gesicherten Mittelfeld, der als Saisonziel vorgegeben worden war.

Wer kommt, wer geht

Von den etatmäßigen Stammspielern gehört lediglich Lukas Mühl (Austria Wien) nicht mehr zum Kader. Mit Hanno Behrens verließ der Ex-Kapitän und eine wichtige Identifikationsfigur der letzten Jahre den Verein. Einen Stammplatz (20 Saisoneinsätze) hatte der Neu-Rostocker freilich nicht mehr. Ähnliches gilt für Georg Marggreiter, Oliver Sorg (beide Ziel unbekannt) und Relegationsheld Fabian Schleusener (Karlsruher SC).

Torhüter Christian Früchtl kam nicht an Christian Mathenia vorbei und kehrt zum FC Bayern zurück, Kevin Goden (TSV 1860 München) spielte keine Rolle in den Überlegungen von Trainer Klauß. Möglicherweise werden auch noch weitere Spieler den Club verlassen.

Florian Hübner (1. FC Union Berlin) und Christopher Schindler (Huddersfield Town) sollen die Defensive der Nürnberger stabilisieren und als Typen vorangehen. Entsprechend wurden sie neben Kapitän Enrico Valentini, Christian Mathenia und Johannes Geis auch in den Mannschaftsrat gewählt.

Auch Kilian Fischer (Türkgücü München/26 Drittligaeinsätze) ist Verteidiger und hofft, den Sprung von der 3. in die 2. Liga zu schaffen. Lino Tempelmann (elf Bundesligaspiele für den SC Freiburg/Leihe) soll den Konkurrenzkampf im Angriff erhöhen. Carl Klaus (SV Darmstadt 98) ist zunächst als Torwart Nummer zwei oder drei eingeplant.

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Robert Klauß

Der Trainer

Robert Klauß geht in sein zweites Jahr beim Club. Sportvorstand Dieter Hecking hatte den 36-Jährigen, der vor seiner Nürnberger Zeit erst als Jugend- und zuletzt als Co-Trainer von Julian Nagelsmann tätig war, von RB Leipzig abgeworben, um dem FCN nach dem Fast-Abstieg einen neuen Spielstil zu verpassen.

Klauß steht für die "Leipziger Schule" mit frühem Gegenpressing und schnellem Umschaltspiel. In seinem zweiten Jahr lautet sein Auftrag, diese Art Fußball zu spielen weiter in die Köpfe der Spieler zu bekommen.

Seine Eindrücke am Ende des Vorbereitungscamps waren jedenfalls schon mal durchweg positiv: "Ich glaube, dass wir einen guten Schritt nach vorne machen konnten. Schwerpunkt war das Umschaltspiel in beide Richtungen, sowohl nach Ballgewinn als auch nach Ballverlust. Diese beiden Schwerpunkte, athletisch und taktisch, wollten wir verbinden, neben den Sachen, die wir neben dem Platz als Gruppe gemacht haben", so Klauß nach einem 0:0 im Test gegen den russischen Erstligisten FK Krasnodar.

Erwartungen an die Saison

Die Nürnberger sind überzeugt, in der neuen Spielzeit nicht mehr in Abstiegsgefahr zu geraten, sondern vielmehr in der Tabelle nach oben schauen zu können. Der Grundstein für die erhoffte sorgenfreie Saison wurde im Vorbereitungscamp in Natz-Schabs gelegt - für Klauß die "intensivste Phase unserer Vorbereitung".

Zuletzt fehlte der Mannschaft ein Anführer. Speziell die Neuzugänge Hübner und Schindler sind deshalb von Anfang an als neue Chefs auf und neben dem Platz gefragt. Auf ihnen ruhen viele Hoffnungen.

Verbesserungspotenzial gibt es in allen Mannschaftsteilen. Die Tatsache, dass der Club auswärts genauso viele Punkte holte wie im heimischen Max-Morlock-Stadion zeigt, dass es besonderen Nachholbedarf gibt, wenn es darum geht, das Spiel zu machen.

Sollte der Saisonstart mit Partien zuhause gegen Erzgebirge Aue, beim SC Paderborn und gegen Fortuna Düsseldorf gelingen und schlagen die Neuzugänge wie erhofft ein, ist eine bessere Platzierung als in der Vorsaison drin. In der hochkarätig besetzten 2. Bundesliga dürften die Fanträume vom Wiederaufstieg allerdings noch zu früh kommen.

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