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Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze: Gleich fünf Medaillen konnte die deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen einheimsen. Die strahlende Siegerin kommt wie bereits gestern aus Bayern, beim Judo überrascht ein Youngster.

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Tag fünf in Tokio: Medaillen-Regen am Mittwoch

Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze: Gleich fünf Medaillen konnte die deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen einheimsen. Die strahlende Siegerin kommt wie bereits gestern aus Bayern, beim Judo überrascht ein Youngster.

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Bei ihrer Olympia-Premiere hat sich Jessica von Bredow-Werndl aus Aubenhausen direkt zur Doppel-Olympiasiegerin gekürt: Die 35-Jährige sicherte sich mit ihrer Stute Dalera einen Tag nach Team-Gold auch den Sieg im Einzel. Silber ging an Teamkollegin Isabell Werth. Dazu hat Eduard Trippel für den ersten Erfolg der deutschen Judoka in Tokio gesorgt. Der 24 Jahre alte Rüsselsheimer musste sich am Mittwoch erst im Finale der Klasse bis 90 Kilogramm dem georgischen Europameister Lascha Bekauri geschlagen geben. Es war die erste deutsche Männermedaille im Judo überhaupt seit Ole Bischof 2012 in London.

Das deutsche Team - Tops und Flops

Sarah Köhler sorgte am fünften Wettkampftag für die erste Medaille des deutschen Schwimm-Teams in Tokio. Die Magdeburgerin gewann Bronze über 1.500 Meter Freistil. Sie musste sich nur den US-Stars Kathy Ledecky und Erica Sullivan geschlagen geben. Für die deutschen Beckenschwimmer ist es die erste Olympiamedaille seit 2008.

Patrick Hausding und Lars Rüdiger haben am Morgen dann für die nächste Medaille des Deutschen Schwimmverbands (DSV) gesorgt. Die Wasserspringer holten Bronze im Synchron-Wettbewerb vom Dreimeterbrett. Gold ging an die Chinesen Wang Zongyuan/Xie Siyi , Silber an die US-Amerikaner Andrew Capobianco/Michael Hixon.

Für Stefan Kuntz und die deutsche Fußball-Olympiamannschaft sind die Sommerspiele in Tokio vorzeitig beendet. Das Team kam im letzten Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste nicht über ein 1:1 hinaus und verpasste dadurch das Viertelfinale.

Hoffen dürfen dagegen weiterhin die deutschen Basketballer: Nach der Auftaktpleite gegen Italien feierte das Team von Bundestrainer Henrik Rödl gegen Nigeria (99:92) den ersten Sieg und hat damit die Chance auf den Viertelfinaleinzug gewahrt. Im letzten Vorrundenspiel am Samstag (10.20 Uhr) gegen Medaillenkandidat Australien kann die Mannschaft aus eigener Kraft weiterkommen.

Silber eigentlich schon sicher hatte der deutsche Ruder-Doppelvierer der Frauen - dann kostete eine Vollbremsung nach einem Ruderfehler die Medaille. Klar auf Rang zwei liegend fing sich die Crew um die drei Olympia-Neulinge Frieda Hämmerling, Franziska Kampmann und Carlotta Nwajide sowie Daniela Schultze einen sogenannten "Krebs" und rutschte durch den Patzer von Rang zwei zurück auf Platz fünf.

Im Einzel ist Tennisspieler Alexander Zverev nach einem 6:4, 7:6 (7:5)-Sieg gegen den Georgier Nikolos Bassilaschwili weiter im Wettbewerb und steht jetzt im Viertelfinale. Im Doppel hat er sich dagegen an der Seite von Doppelpartner Jan-Lennard Struff verabschiedet. In der Runde der letzten Acht verloren Zverev/Struff gegen die US-Amerikaner Austin Krajicek/Tennys Sandgren 3:6, 6:7 (4:7).

Eine sehenswerte Aufholjagd legte der frühere Tischtennis-Weltranglistenerste Dimitrij Ovtcharov im Einzel hin. Der Dritte der Spiele von London zog durch ein 4:2 gegen den einen Platz höher notierten Weltranglistensiebten Hugo Calderano (Brasilien) trotz eines 0:2-Satzrückstands ins Halbfinale ein.

Die deutschen Handballer haben bei ihrem dritten olympischen Auftritt ihre zweite Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason unterlag Rekordweltmeister Frankreich mit 29:30 (13:16) und muss in der starken Vorrundengruppe A mit nun 2:4 Punkten um den Einzug ins Viertelfinale bangen.

Die Säbelfechter um den scheidenden Max Hartung haben im Teamwettbewerb die Bronzemedaille knapp verpasst. Nach der Halbfinalniederlage gegen den späteren Olympiasieger Südkorea (42:45) verloren Hartung, Benedikt Wagner und Richard Hübers auch den Kampf um Platz drei gegen Ungarn mit 40:45.

Die Olympiastarter aus Bayern

Der Erfolg von Jessica von Bredow-Werndl steht am Mittwoch über allen Meldungen. Daneben waren aber auch andere bayerische Athleten im Einsatz:

Die frühere Rad-Weltmeisterin Lisa Brennauer aus Kempten konnte sich im Einzelzeitfahren den Traum von einer Olympia-Medaille nicht erfüllen. Die 33-jährige Allgäuerin wurde beim Sieg von Annemiek van Vleuten aus den Niederlanden wie schon im Straßenrennen Sechste. Marlen Reusser aus der Schweiz gewann Silber, Dritte wurde van Vleutens Teamkollegin Anna van der Breggen.

Traditionell formstark präsentieren sich weiter die deutschen Kanuten: Nach den Medaillen für Ricarda Funk (Gold) und den Augsburger Sideris Tasiadis (Bronze) darf sich auch Hannes Aigner aus Augsburg große Hoffnungen auf eine Medaille machen. Aigner zog am Mittwoch im Kajak-Einer als Vorlaufbester ins Halbfinale ein. So wie Canadier-Weltmeisterin Andrea Herzog bei den Frauen.

Im Bogen-Einzel hat die Nürnbergerin Charline Schwarz nach Bronze im Team das Finale klar verpasst. Als 60. war sie klar abgeschlagen.