BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Tabula rasa bei Schalke 04: Trennung von Gross und Schneider | BR24

© picture alliance/Sven Simon/Anke Waelischmiller
Bildrechte: picture alliance/Sven Simon/Anke Waelischmiller

Trainer Christian Gross

3
Per Mail sharen

    Tabula rasa bei Schalke 04: Trennung von Gross und Schneider

    Bundesliga-Schlusslicht FC Schalke 04 kassierte auch in Stuttgart eine 1:5-Klatsche und taumelt weiter dem Abstieg entgegen. Nun trennte sich der Verein von seiner kompletten sportlichen Leitung um Coach Gross und Sportvorstand Schneider.

    3
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Sport

    Der FC Schalke 04 verteidigte auch in Stuttgart bodenlos und unterlag desolat mit 1:5. Für den Tabellenletzten kommt der vierte Abstieg der Vereinsgeschichte immer näher. Nun zogen die Königsblauen die Reißleine: Tabula rasa! Sie trennten sich von Trainer Christian Gross, dessen Assistenten Rainer Widmayer, Sportvorstand Jochen Schneider, Lizenzspieler-Koordinator Sascha Riether und Athletik-Coach Werner Leuthard.

    Knäbel übernimmt

    Die sportliche Führung wird vorerst Peter Knäbel übernehmen. Der "Direktor Nachwuchs" wird dabei, wie es im Schalker Statement heißt, mit Blick auf die Planungen für die neue Saison "wie bisher von U-19-Chef-Trainer Norbert Elgert und Mike Büskens unterstützt". Gerald Asamoah wird den Posten von Riether als Koordinator der Lizenzspielerabteilung übernehmen. Das Training am Montag leiten die übriggebliebenen Athletik-Trainer.

    Aufsichtsratchef Buchta nimmt Spieler in die Verantwortung

    Dr. Jens Buchta, Vorsitzender des Aufsichtsrates, erklärt: "Die getroffenen Entscheidungen sind nach den enttäuschenden Auftritten gegen Dortmund und Stuttgart unausweichlich geworden. Wir brauchen nicht Drumherum zu reden: Die sportliche Situation ist eindeutig, deshalb müssen wir bei jeder noch zu treffenden Personalentscheidung auch über die Saison hinausdenken. Gleichzeitig steht nun die Mannschaft in der Pflicht, das letzte Drittel der laufenden Spielzeit so erfolgreich wie möglich zu bestreiten. Das sind die Spieler Klub und Fans schuldig."

    Spielerrevolte gegen Trainer Gross

    Schon vor der Partie beim VfB hatten Medienberichte für Unruhe gesorgt, denen zufolge einige Spieler bei Sportvorstand Schneider auf die Ablösung von Trainer Gross gedrängt haben sollen. Schneider hatte dies zunächst abgelehnt. Gross schloss nach der Pleite in Stuttgart einen Rücktritt aus.

    Trainer-Verschleiß

    Der 66-jährige Schweizer war kurz nach Weihnachten als vierter Schalke-Coach in dieser Saison vorgestellt worden. Schon nach dem zweiten Spieltag hatten sich die Knappen von David Wagner getrennt. Manuel Baum konnte den Absturz der Schalker ebenfalls nicht stoppen und wurde im Dezember von Interimslösung Huub Stevens ersetzt, ehe Gross übernahm.

    Auch dies stellte sich als Fehlgriff von Schneider heraus, der zuletzt immer wieder wegen seiner Personalpolitik kritisiert worden war. Es stand schon fest, dass Schneider seinen Posten spätestens zum Saisonende räumen sollte.

    Nur knapp am Bundesliga-Negativrekord vorbeigeschrammt

    Der von Schneider geholte Gross konnte zwar Anfang Januar durch ein 4:0 gegen 1899 Hoffenheim gerade noch verhindern, dass die Schalker den Bundesliga-Negativrekord von Tasmania Berlin mit 31 Spielen ohne Sieg in Serie einstellten. Doch danach glückte auch Gross mit dem Team nicht mehr viel. Anfang Februar schieden die Gelsenkirchener in Wolfsburg auch aus dem DFB-Pokal aus.

    Neun Punkte Rückstand auf Relegationsplatz

    Mit nur neun Punkten aus 23 Spielen haben die Königsblauen bereits neun Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz 16. Acht der elf Pflichtspiele in der kurzen - nur 63 Tage dauernden - Amtszeit von Gross verloren die Schalker, neben dem Sieg gegen Hoffenheim gelangen lediglich zwei Remis.

    Am Freitag steht das Spiel gegen den Abstiegskonkurrenten 1. FSV Mainz 05 an.