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Systematische Doping-Vertuschung in Russland | BR24

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Systematische Doping-Vertuschung in Russland

Der russische Doping-Skandal hat offenbar weit größere Ausmaße als bisher angenommen. Der zweite McLaren-Report stellt fest, dass über 1.000 russische Athleten von der systematischen Doping-Vertuschung profitiert haben sollen.

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Zudem habe es, gesteuert vom russischen Sportministerium, eine "institutionelle Verschwörung" gegeben. Davon betroffen seien dabei unter anderem die Olympischen Sommerspiele in London 2012, die Leichtathletik-WM 2013 in Moskau sowie die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014. Es habe eine "institutionalisierte Strategie zur Medaillenbeschaffung in Sommer- und Wintersportarten" gegeben, sagte McLaren bei der Vorstellung seines Berichts in London.

Es seien auch Beweise gefunden worden, dass Dopingproben von insgesamt zwölf Medaillengewinnern der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 manipuliert worden seien. Dabei handele es sich in vier Fällen um Gewinner von Goldmedaillen.

Schon im ersten Bericht Vertuschung nachgewiesen

Im ersten am 18. Juli veröffentlichen Bericht hatte Rechtsprofessor McLaren bereits belegt, dass es eine Verwicklung auch des russischen Geheimdienstes FSB bei der Vertuschung von Doping-Fällen bei den Winterspielen 2014 in Sotschi gab. Damals hatte der Kanadier nur 57 Tage für die Untersuchung Zeit - diesmal viel länger. Damals hatte er mitgeteilt, dass zwischen 2012 und 2015 rund 650 positive Doping-Proben russischer Athleten in rund 30 Sportarten verschwunden seien.