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Surfer Sebastian Steudtner und die Riesenwellen | BR24

© Picture alliance/dpa

Sebastian Steudtner

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    Surfer Sebastian Steudtner und die Riesenwellen

    Am Atlantik macht Sebastian Steudtner Jagd auf die Riesenwellen vor Nazaré. Im Instagram-Talk auf BR24 Sport erzählt der 35-jährige Franke über verwegene neue Ziele, seine sozialen Projekte und eine Begegnung mit dem FC Liverpool.

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    • BR24 Sport

    Steudtner, der bereits zweimal den begehrten Big Wave Award der World Surf League (WSL) gewinnen konnte, sucht immer wieder neue Herausforderungen: "Ich habe jetzt ein neues Ziel. Wir haben hier Wellen, die sind doppelt so hoch, wie die, die wir bisher surfen. Die sind 50 Meter hoch".

    Aufbruch in ganz neue Sphären

    Diese Wellen sind aber noch nicht zu bewältigen. Weder die Surfbretter, noch die Athletik und erst Recht nicht das Sicherheitssystem sind dafür ausgereift genug. Das will der 35-Jährige jetzt ändern: "Da haben wir jetzt diese Saison angefangen mit der technologischen Revolution. Haben zum ersten Mal Sensoren am Board, Messtechnik am Körper, am Brett, in der Luft und sammeln die ganzen Daten von den größten Wellen, die wir jetzt surfen, um dann das hochzurechnen sozusagen und uns vorzubereiten auf die ganz großen Wellen", erzählt der Profisurfer.

    © dpa-Bildfunk/Henrique Casinhas/SOPA Images via ZUMA Wire

    Sebastian Steudtner auf einer großen Welle

    Laureus-Botschafter und Gründer von "Wir machen Welle"

    Neben seinen sportlichen Leistungen ist der in Nürnberg aufgewachsene 35-Jährige auch sozial engagiert. Er ist Laureus Sport for Good-Botschafter und hat im Juni 2017 den gemeinnützigen Verein "Wir machen Welle" gegründet. Dieser setzt Surftherapie für Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen in Deutschland um.

    Steudtner erklärt, was es damit auf sich hat: "'Wir machen Welle' ist eine Jugendorganisation, die meine Schwester und ich vor vier Jahren gegründet haben. In einem Projekt, dass ich unterstützt habe, habe ich gesehen, was Surfen für einen positiven Effekt auf Kids hat." Daraus habe er "realisiert, dass das Surfen auch auf mich diesen Effekt hatte. Ich war als Kind hyperaktiv, extrem und bis heute halte ich mich an die Regeln, die ich für richtig halte, sozusagen. Und habe aber im Sport meinen Anker gefunden und der mich auch immer geradeaus gehen lassen hat und am Ende auch erfolgreich hat werden lassen muss". Ihm ist klar: "Ohne Sport, wäre bei mir einiges schiefgelaufen in meinem Leben und dementsprechend habe ich es verstanden, was der Sport und was das Surfen für die Kids macht".

    © Picture alliance/dpa

    Laureus-Botschafter Sebastian STEUDTNER (Deutschland/Surfen) laeuft am Strand mit Kindern und Jugendlichen um die Wette.

    Leidenschaft Fußball und ein Besuch beim FC Liverpool

    Über seinen Besuch beim FC Liverpool im Sommer und damit seinen Anteil zur Meisterschaft sagt Steudtner: "Ich war ein paar Tage mit denen in Evian in Frankreich im Trainingslager, und wir haben da verschiedene Sachen gemacht. Wir waren im Swimmingpool und haben trainiert, die Luft anzuhalten". "Bescheidender Weise" sagt der Franke aber: "Ich war nicht der Grund, warum sie gewonnen haben. Das war die sportliche Leistung."

    Superstar der Surfer-Szene

    Der Weg zu seiner sportlichen Leistung als Wellen-Profi hat schon früh begonnen. Im Alter von neun Jahren lag Sebastian Steudtner erstmals auf einem Surfbrett. Mit 13 reifte der Entschluss, Profi-Surfer zu werden. Mit 16 verließ er seine Heimat Nürnberg, das Ziel: Hawaii. Dort wurde er zum Big-Wave-Surfer und ist heute ein Superstar der Szene. Im Ersten zeigte eine 45-minütige Dokumentation mit dem Titel "Sebastian Steudtner – Ein Leben zwischen Monsterwelle und Todesangst" beeindruckende Bilder.

    Instagram-Talk auf BR24 Sport

    Steudtner war zu Gast in unserem Instagram-Talk. Statt auf klassische Interviews setzt das neue BR24Sport-Format auf eine lockere Atmosphäre. Außer um sportliche Erfolge geht es dabei explizit auch um nette, spannende, witzige Momente und Geschichten aus dem Leben und Alltag: Die Person, der Mensch steht im Vordergrund.