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FC Bayern: Stoiber bestätigt bevorstehenden Hoeneß-Rückzug | BR24

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Uli Hoeneß verkündet die lange erwartete Entscheidung über seine Zukunft beim FC Bayern München. Allen Vorzeichen nach wird er seinen Rückzug aus der Klubspitze bekanntgeben.

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FC Bayern: Stoiber bestätigt bevorstehenden Hoeneß-Rückzug

Der frühere bayerische Ministerpräsident und FC-Bayern-Aufsichtsrat Edmund Stoiber bestätigte am Rande eines Empfangs in München, dass Uli Hoeneß als Präsident des deutschen Rekordmeisters aufhören wird. Der äußerte sich nur vage.

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Ende Juli kursierten erstmals Meldungen, dass Hoeneß im November voraussichtlich nicht mehr als FC-Bayern-Präsident kandidieren werde. Im August bestätigte er selbst am Rande eines Golf-Turniers, dass er sowohl das Präsidentenamt wie auch den Aufsichtsratsvorsitz abgeben werde. Allerdings erklärte er auch, dass er zumindest einen Sitz im Aufsichtsrat behalten wolle. Am morgigen Donnerstag (29.08.19) wird Hoeneß Aufsichts- und Verwaltungsbeirat der Bayern seine endgültige Entscheidung mitteilen. In einer Pressekonferenz am Freitag will er diese öffentlich bekanntgeben.

Hauptversammlung "ein Schock" für Uli Hoeneß - Differenzen mit Rummenigge?

Edmund Stoiber bestätigte nun am Mittwoch gegenüber Journalisten, dass Hoeneß aufhören werde. Vor allem die vergangene Hauptversammlung - Hoeneß und die Führungsriege waren von einem Fan heftig kritisiert worden - sei für Hoeneß "ein Schock" gewesen. Stoiber deutete aber auch an, dass es zuletzt wohl auch immer wieder zu Differenzen zwischen Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gekommen sei, beispielsweise in der Trainerfrage.

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Rückblick: "Ich war schockiert", sagte Hoeneß nach der letzten Hauptversammlung

Stoiber habe Hoeneß zwar mehrmals überzeugen wollen, weiterzumachen. Doch Hoeneß werde Präsidentenamt und Aufsichtsratsvorsitz niederlegen. Allerdings wolle Hoeneß im Aufsichtsrat weiter Einfluss nehmen, "in der gebotenen Zurückhaltung", so Stoiber. Neuer Präsident soll der ehemalige Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer werden.

Hoeneß: "Hilfe für FC Bayern nicht an ein Amt gebunden"

Hoeneß, der 1979 als Manager beim FC Bayern eingestiegen ist und den Verein mehr als 40 Jahre geprägt hat, äußerte sich am Rande der Veranstaltung bei Ministerpräsident Söder im Hofgarten der Bayerischen Residenz - der FC Bayern wurde für den Doublegewinn in der vergangenen Saison geehrt - nur vage zu seiner Zukunft. "Die Hilfe für den FC Bayern hat ja nichts mit dem Amt zu tun. Ich habe immer gesagt, dass ich dem Verein, was immer ich tun kann, zur Verfügung stehe - und das ist nicht an irgendein Amt gebunden", so Hoeneß.

Im Mittelpunkt am Mittwoch standen ansonsten die Fußballer, das Trainerteam und die sportliche Zukunft. Die Ehrung durch Söder im Rahmen eines Empfangs im Hofgarten der Bayerischen Staatskanzlei in München nannte Hoeneß "einen Vorboten für die Saison, die ich kommen sehe. Ich glaube, wir waren selten so breit aufgestellt und gut vorbereitet auf die neue Saison."

Söder und der FC Bayern

Söder hatte im vergangenen Jahr erstmals den FC Bayern empfangen. In diesem Jahr nannte er den Verein ein "internationales Aushängeschild" des Freistaats. Der Ministerpräsident bekam von Hoeneß ein Vereinstrikot mit der Nummer zwölf - zwölf Mal hat der FC Bayern bereits das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal gewonnen. Knapp 1.700 FC-Bayern-Fanklubs (Vereinsangaben) waren mit Vertretern bei der Veranstaltung anwesend.

"Ich empfinde es als eine wahnsinnige Ehre, dass der Bayerische Ministerpräsident sagt: Wenn es dem FC Bayern gut geht, dann geht es Bayern gut". Uli Hoeneß beim Empfang in München
© picture-alliance/dpa

FC-Bayern-Team mit Ministerpräsident Markus Söder

Der Ministerpräsident und der Rekordmeister sind auch schon auf Auslandsreisen aufeinander getroffen. Als die Münchner im April eine Fußballschule in Äthiopien eröffnet hatten, war Söder zur selben Zeit Gast in dem afrikanischen Land, wo unter anderem ein Büro des Freistaats eröffnet wurde.