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Stoch gewinnt Vierschanzentournee - Geiger noch Zweiter | BR24

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Kamil Stoch war auch in Bischofshofen nicht zu stoppen: Der Pole hat zum dritten Mal die Internationale Vierschanzentournee gewonnen. Karl Geiger landete nach einem starken Wettkampf noch auf Platz zwei der Tourneewertung.

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Stoch gewinnt Vierschanzentournee - Geiger noch Zweiter

Kamil Stoch war auch in Bischofshofen nicht zu stoppen: Der Pole hat zum dritten Mal die Internationale Vierschanzentournee gewonnen. Karl Geiger landete nach einem starken Wettkampf noch auf Platz zwei der Tourneewertung.

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Von
  • Wolfram Porr

"König Kamil" hat es wieder mal allen gezeigt. Der formstarke Routinier ließ auf der letzten Station der 69. Vierschanzentournee nichts mehr anbrennen. Mit Sprüngen auf 139,0 und 140 Meter sicherte sich der 33-Jährige den Tagessieg und damit auch die Tourneegesamtwertung. Es ist seine dritter Triumph bei der prestigeträchtigen Veranstaltung nach 2016/2017 und 2017/2018.

"Ich bin einfach glücklich", sagte der Pole im ZDF. und bedankte sich bei seinem ganzen Team, das ihn über die vier Tourneespringen so gut unterstützt habe. Gerade nach Oberstdorf, als die polnische Mannschaft wegen eines positiven Coronatests von Klemens Muranka bereits ausgeschlossen worden war, sei dies ein besonderer Sieg.

Geiger überholt noch Kubacki und Granerud

Karl Geiger (Oberstdorf) war mit einem ordentlichen Punktrückstand als Gesamtvierter in den Wettbewerb auf der Paul-Außenleitner-Schanze gestartet. Mit seinem Sprung auf 138,0 m zog er bereits im ersten Durchgang an seinen Konkurrenten Dawid Kubacki (Polen) und Halvor Egner Granerud (Norwegen) vorbei. Im Finaldurchgang legte der 27-jährige Oberstdorfer 133,5 m nach - das reichte zu Platz drei in der Tageswertung hinter Stoch und Marius Lindvik (Norwegen) und zu Platz zwei in der Tourneewertung, knapp vor Titelverteidiger Kubacki.

© picture-alliance/dpa

Am Ende zufrieden mit Platz zwei: Karl Geiger

Horngacher: "Ich habe es Karl zugetraut"

"Ich bin echt froh, dass ich es heute noch so hingebracht habe. Ich hatte die letzten Tage wirklich zu knabbern und bin ganz schön ins Grübeln gekommen", so Karl Geiger im ZDF. "Es war ein gelungener Abschluss, und Gratulation an Kamil!"

Bundestrainer Stefan Horngacher sagte: "Natürlich habe ich daran geglaubt, dass es Karl noch schaffen kann. Kamil Stoch ist in dieser Form unschlagbar gewesen. Wir liegen direkt dahinter. Ich glaube, darüber können wir uns freuen." Über seinen ehemaligen Schützling Stoch sagte der frühere polnische Nationaltrainer er freue sich für ihn: "Er ist ein absoluter Siegertyp und hat es verdient, hier zu gewinnen."

Eisenbichler verpasst ersten Sprung und scheidet aus

Auch Markus Eisenbichler (Siegsdorf) hatte vor dem Springen noch theoretische Chancen auf einen Podestplatz in der Tourneewertung. Der 29-Jährige verpatzte aber seinen ersten Sprung und verlor nicht nur sein K.o.-Duell gegen den Russen Jewgeni Klimow. Seine Weite - nur 120,5 m - reichte auch nicht für einen Platz unter den besten 30 Springern.

"So ein Dreckssprung", lautete die Reaktion von "Eisei", der bei der Tournee nicht an seine Form von vor Weihnachten anknüpfen konnte. Eisenbichler durfte im zweiten Durchgang nicht mehr antreten und verspielte so alle Chancen in der Tournee, die er auf Platz 16 abschloss.

Schmid überrascht - Paschke gewinnt K.o.-Duell gegen Hamann

Und die übrigen DSV-Adler? Constantin Schmid (Oberaudorf) meldete sich mit ordentlichen Sprüngen auf 132,0 und 131,5 Meter als 18. in der erweiterten Weltspitze zurück.

Severin Freund (Rastbüchl/125,0/131,0 m) und Pius Paschke (Kiefersfelden/122,0/125,0 m), der das deutsch-deutsche K.o.-Duell gegen Martin Hamann (Aue) gewann, qualifizierten sich zwar fürs Finale. Eine Topplatzierung war an diesem Rag aber nicht drin. Freund wurde am Ende 20., Paschke 29..