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Steffi Graf - eine Jahrhundert-Sportlerin wird 50 | BR24

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Sie hat sieben Mal in Wimbledon triumphiert, 107 Turniersiege gefeiert, 22 Grand-Slam-Titel geholt. Sie war 377 Wochen die Nummer eins im Damen-Tennis und stand bei Olympia auf der obersten Stufe. Am Freitag wird Steffi Graf 50 Jahre alt.

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Steffi Graf - eine Jahrhundert-Sportlerin wird 50

Sie hat sieben Mal in Wimbledon triumphiert, 107 Turniersiege gefeiert, 22 Grand-Slam-Titel geholt. 377 Wochen war sie die Nummer eins im Damen-Tennis und stand bei Olympia auf der obersten Stufe. Am 14. Juni wird Steffi Graf 50 Jahre alt.

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"Fräulein Vorhand", Tennis-Ikone, Sport-Botschafterin. Siebenmalige Wimbledonsiegerin, 22 Triumphe bei Grand-Slam-Turnieren, 377 Wochen die Nummer eins der Welt. Stefanie Maria Graf, seit jeher und von jedem nur Steffi genannt, verzauberte in den 1980er- und 90er-Jahren die (Tennis-)Welt. Um einen der größten Sport-Stars des Landes zu würdigen, scheint kein Superlativ zu hochgegriffen.

"Man hat sie ja nicht umsonst die Gräfin genannt, weil sie einfach einmalig ist. So eine Spielerin werden wir wahrscheinlich nie wieder haben." Boris Becker.

Die Tennis-Karriere von Steffi Graf endete im August 1999 bei einem Turnier in San Diego. Zuvor hatte sie in jenem Jahr bei den French Open in Paris den letzten ihrer 22 Grand-Slam-Titel geholt, mit einem 4:6, 7:5, 6:2 gegen die Schweizerin Martina Hingis.

"Das letzte Duell bei den French Open war wohl eines der besten Frauenspiele der Tennisgeschichte." Martina Hingis
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Steffi Graf - "Fräulein Vorhand"

1988: Graf krönt sich zur Gräfin

Während ihrer einzigartigen Laufbahn gewann sie 107 Turniere. Neben den sieben Wimbledon-Trophäen stehen noch sechs French-Open-, fünf US-Open- und vier Australian-Open-Pokale in ihrer Vitrine. Die Statistiken der Damen-Organisation WTA listen 902 Siege und 115 Niederlagen im Einzel und ein Karriere-Preisgeld von 21,9 Millionen Dollar auf. 1988 krönte sich die Gräfin mit dem Golden Slam, als sie alle vier großen Turniere gewann und bei Olympia in Seoul Gold holte.

"Steffi Graf ist, wenn man das so sagen kann, eine Jahrhundertsportlerin, deren Glanz so schnell nicht verblassen wird." Anke Huber

Als erste Spielerin der Geschichte siegte sie bei jedem der vier Grand-Slam-Turniere mindestens viermal (viermal Australien, sechsmal Paris, siebenmal Wimbledon, fünfmal die US Open). Elf Jahre in Folge gewann sie jeweils mindestens sieben Titel.

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Steffi Graf - 377 Wochen lang die Nummer eins der Welt

Auch der Übergang ins Privatleben ist perfekt

Den Übergang ins Privatleben vollzog Steffi Graf nahtlos, das verlorene Wimbledonfinale 1999 gegen Lindsay Davenport war ihr letztes großes Match. Im Anschluss daran startete sie noch in San Diego, gab aber im Achtelfinale gegen Amy Frazier Mitte des dritten Satzes wegen einer Oberschenkelzerrung auf - ein unspektakuläres Ende einer Jahrhundert-Karriere. Das Leben danach hat Steffi Graf perfekt in den Griff bekommen.

Graf auch heute noch Vorbild für viele

Noch heute gilt sie vielen Spielerinnen als Vorbild und Rollenmodell. "Du hast mit deinen großen Triumphen nicht nur ganz Deutschland verzaubert, sondern auch meine Biografie geprägt. In den Jahren, in denen ich als kleines Mädchen vor dem Fernseher eifrig deine größten Triumphe verfolgte, ist mein eigener Traum gewachsen, es dir einmal gleichzutun", schrieb Angelique Kerber in einem Beitrag in der Bild-Zeitung.

"Ich hatte das Glück, Steffi auf der anderen Seite des Netzes zu haben, denn jedes Mal, wenn ich gegen sie gespielt habe, war ich eine bessere Spielerin." Gabriela Sabatini

Öffentliche Auftritte sind rar

Doch darüber, wie sie ihren runden Geburtstag feiert, wie sie lebt und wie ihr Alltag heute aussieht, sprach sie zuletzt nicht öffentlich. Graf lebt mit ihrem Mann Andre Agassi und den Kindern Jaden Gil (17) und Jaz Elle (15) zurückgezogen und weitgehend unbehelligt in Las Vegas in den USA.

Bilder einer Karriere

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Am 19. Oktober 1982 gibt Graf beim Hallenturnier in Filderstadt ihr Profidebüt und verliert in der ersten Runde gegen Tracy Austin.

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Die Brühlerin steht im Mai 1985 erstmals unter den ersten Zehn in der Weltrangliste.

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Bei den German Open im Mai 1986 schlägt Graf in Martina Navratilova erstmals eine aktuelle Nummer eins der Welt und gewinnt ihr zweites Turnier.

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Graf wird im gleichen Jahr zu Deutschlands Sportlerin des Jahres gewählt. Insgesamt gewinnt sie die Wahl fünfmal - so oft wie keine andere.

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Im Juni 1987 gewinnt die damals 17-Jährige bei den French Open ihren ersten Grand-Slam-Titel.

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Am 17. August 1987 wird Graf erstmals die Nummer eins der Weltrangliste und übernimmt damit als erste Europäerin die Spitzenposition.

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1988 wird das Tennis-Jahr für Graf. Im Januar holt sie den Titel bei den Australian Open.

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In Paris gewinnt sie im Juni das Finale gegen Natalia Zwerewa in 32 Minuten mit 6:0, 6:0 - der schnellste Finalsieg in der Grand-Slam-Geschichte.

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Vier Wochen später triumphiert Graf erstmals auf dem heiligen Rasen von Wimbledon.

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Im September vollendet Graf mit dem Sieg bei den US-Open als dritte Spielerin in der Tennis-Geschichte den Grand Slam.

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Dann folgt noch der Sieg bei Olympia in Seoul - der Golden Slam ist perfekt! Auch das Jahr 1989 dominiert Graf mit 86 Siegen aus 88 Spielen.

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Doch die Konkurrenz wird stärker. Vor allem Monica Seles wird zur großen Rivalin von Graf.

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Im März 1991 wird Seles die neue Nummer eins - nach 1310 Tagen Vorherrschaft von Steffi Graf.

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Am 30. April 1993 wird Seles bei einem Attentat in Hamburg verletzt. Dadurch rückt Graf wieder auf Platz eins der Weltrangliste nach vorne.

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Mit ihrem siebten und letzten Wimbledon-Triumph 1996 feiert Graf zugleich den 100. Turniersieg ihrer Karriere.

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1999 gewinnt Graf ihren letzten von insgesamt 22 Grand-Slam-Titeln. Es ist ihr sechster Paris-Titel und ihr letzter von 107 Turniersiegen.

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"Tennis hat mein ganzes Leben bestimmt, es ist schwer, loszulassen", sagt Graf bei ihrem Rücktritt am 13. August 1999.

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Mit Andre Agassi hat sie auch ihr privates Glück gefunden. Die beiden heiraten am 22. Oktober 2001 und haben zwei Kinder.