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Blick ins Städtische Stadion an der Grünwalder Straße

Blick ins Städtische Stadion an der Grünwalder Straße

Bildrechte: picture alliance / Ulrich Wagner
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    Stadion an der Grünwalder Straße: Nostalgie inklusive

    Das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße ist die älteste Münchner Fußballstätte und einer der traditionsreichsten Sportplätze Deutschlands - der Nostalgiefaktor ist hoch. Es wurde dort viel gefeiert, aber auch getrauert.

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    In loser Serie stellt BR24 Sport in den nächsten Wochen Stadien in Bayern vor. Teil 2: Das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße in München.

    Weitere Fußballstätten folgen. Dazu stellen wir auch jeweils die Frage: "Was wünscht ihr euch für die Zukunft des Stadions?" Schreibt in die Kommentare oder auf unserem Instagram-Kanal BR24 Sport!

    Fakten zum Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße

    • Eröffnung: 21. Mai 1911
    • Kapazität: 15.000
    • Zuschauerrekord: Im Jahr 1948 sehen mehr als 58.000 Fans das Derby 1860 München gegen den 1. FC Nürnberg
    • Baukosten: 14.000 D-Mark
    • Höchster Sieg: 13:0 gegen den Karlsruher FV (5. Spieltag Oberliga Süd, 2.12.1945)
    • Höchste Niederlage: 1:6 gegen Eintracht Frankfurt (1. Spieltag Oberliga Süd, 6.8.1961)

    Vom "Zündholzschachterl bis zur nostalgischen Spielstätte

    Eröffnet wurde das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße am 21. Mai 1911. Wilhelm Hilber, Vizepräsident des TSV 1860 München, hatte es gepachtet. Eine Sitztribüne wurde aufgestellt - das "Zündholzschachterl."

    Fußballnostalgiker bewundern heute vor allem die Haupttribüne, deren Grundriss und Form seit 1925 so gut wie unverändert ist. Auf der anderen Spielfeldseite gibt es überdachte Sitzplätze. An den jeweiligen Spielfeldenden befinden sich Stehplatzterrassen. Im Städtischen Stadion gibt es noch heute eine legendäre manuelle Anzeigetafel, auf der die Ziffern nach einem Treffer umgeklappt werden.

    Und noch ein Kuriosum: Wer auf der gegenüberliegenden Straßenseite in einem der oberen Stockwerke wohnt, kann - ohne Eintritt zu zahlen - die Spiele verfolgen.

    Anzeigetafel im Stadion an der Grünwalder Straße

    Bildrechte: dpa-Bildfunk/Angelika Warmuth

    Heimat für den TSV 1860 München, FC Bayern-Spiele bis 1972

    Obwohl die Sportstätte seit dem notdürftigen Wiederaufbau nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs den Namen "Stadion an der Grünwalder Straße trägt, wird es umgangssprachlich das "Sechziger" genannt. Der FC Bayern hatte von 1925 bis 1972 hier zwar seine Heimspiele ausgetragen, wechselte dann aber komplett ins Olympiastadion und später in die Arena im Norden der Stadt. Die Löwen waren in beide Stadien nur kurzzeitig ausgewichen. Für die Sechzger ist das Stadion auf Giesings Höhen Heimat - ein Lebensgefühl. Aber nicht nur die Löwen auch die zweite Mannschaft des FC Bayern und Türkgücü München spielen im Grünwalder Stadion..

    Eine Meisterschaft und einige Dramen

    Im Jahr 1966 feierten die Löwenfans im heimischen Stadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Immer wieder wurde die Spielstätte aber auch Schauplatz von atemraubenden Achterbahnfahrten. Das ging bis zum Zwangsabstieg in die Drittklassigkeit wegen einem Lizenzentzug in den Achtzigerjahren und Auftritten in der Regionalliga in der Saison 2017/18.

    Kurzzeitig größte Arena Süddeutschlands

    Das Grünwalder Stadion hat neben den zahlreichen sportlichen Umbrüchen auch einige Umbaumaßnahmen hinter sich. Im Jahr 1927 wurde es durch den Bau einer Stehhalle mit 25.000 Plätzen in Stahlbetonbauweise auf ein Gesamtfassungsvermögen von 35.000 Besuchern aufgestockt und wurde damit zur größten Arena Süddeutschlands. Diese Konstruktion gibt es lange nicht mehr. Dafür wurde eine Flutlichtanlage installiert und das Stadion immer wieder umgebaut. Heute hat die Wettkampfstätte eine Kapazität von 15.000 Zuschauern.

    Erweiterung ab 2026

    Am 30. März 2022 stimmte der Sportausschuss des Münchner Stadtrats für eine Erweiterung des Grünwalder Stadions auf maximal 18.105 Plätze. Die Kosten betragen voraussichtlich 77 Millionen Euro, eine Umsetzung erfolgt frühestens ab dem Jahr 2026.

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