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SpVgg Unterhaching: Schwabl glaubt nicht mehr an Klassenerhalt | BR24

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Die SpVgg Unterhaching hat nur noch minimale Chancen auf den Klassenerhalt. Nach der desolaten Vorstellung gegen Türkgücü München glaubt Präsident Manfred Schwabl allerdings, dass man wohl "zurecht" absteigen werde.

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SpVgg Unterhaching: Schwabl glaubt nicht mehr an Klassenerhalt

Die SpVgg Unterhaching hat nur noch minimale Chancen auf den Klassenerhalt. Nach der desolaten Vorstellung gegen Türkgücü München glaubt Präsident Manfred Schwabl allerdings, dass man wohl "zurecht" absteigen werde.

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Von
  • Martin Raspe
  • Margot Lamparter

Kurz nach dem Spielende ging Schwabl mit gesenktem Kopf über den Rasen des Hachinger Sportparks und ließ die Partie gegen Türkgücü München (0:2) noch einmal Revue passieren. Nach dem überragenden Auftritt beim 2:0 gegen den Tabellenführer Dresden, habe er "eine riesen Hoffnung gehabt", sagte der sichtlich enttäuschte SpVgg-Präsident.

Mit der Niederlage gegen den Lokalrivalen ist seine Hoffnung auf den Klassenerhalt jedoch restlos verpufft. "Es war viel zu wenig", analysierte Schwabl. "Wir haben verdient verloren, dass hat mit Abstiegskampf überhaupt nichts zu tun, deswegen steigen wir wahrscheinlich auch zurecht ab."

Haching lässt Kampfeswillen vermissen

2:0 hieß es nach 90 Minuten für die Gäste. Nicht weil Türkgücü so gut gespielt hat, sondern weil Unterhaching nichts zustande brachte. Kein Aufbauspiel, kein Torabschluss und vor allem gab es kein sich Stemmen gegen die Niederlage und den drohenden Abstieg. Auch der Trainer rang nach Worten, um irgendwie zu erklären, was eigentlich nicht zu erklären ist: "Es war sehr viel Krampf dabei. Vielleicht eine gewisse Nervosität," so Arie van Lent. "Es hat einfach alles nicht funktioniert."

Kein Hoffnungsschimmer am Horizont

Die Hachinger sind soweit vom Klassenerhalt entfernt wie Schalke vom Deutschen Meistertitel. Sieben Punkte Rückstand sind es auf die Nicht-Abstiegs-Plätze, und das bei nur noch fünf ausstehenden Partien. Einen Grund, warum die Mannschaft ausgerechnet in diesen letzten Begegnungen plötzlich die Wende schaffen und eine völlig verkorkste Saison noch herumreißen sollte, lässt sich aktuell kaum finden. Die Mannschaft ist blockiert. Der Abstiegskampf lähmt jede Bewegung. "Theoretisch ist viel möglich aber praktisch ist mit der Leistung Null möglich," so Schwabl.

In Unterhaching, so scheint es, gehen bald die Drittliga-Lichter aus. Und der Präsident ahnt es auch: "Am Ende des Tages stehst du da, wo du hingehörst", so Schwabl. Der Abstieg in die Regionalliga Bayern bedeutet, "dass wir nächstes Jahr nicht mehr nach Dresden fahren, sondern nach Pipinsried."

Schwabl vermisst Herz und Leidenschaft

Die Schuld sieht Schwabl nicht beim Trainer, sondern bei mindestens über 50 Prozent der Spieler, bei denen er das "Herz und Leidenschaft für Unterhaching" vermisste. In Zukunft will er deshalb "Spieler haben, die das Herz auf den Platz schmeißen." Zudem will er sich auch selber hinterfragen, "ob wir den Kader richtig zusammengestellt haben."

Die Zeit für den Nachwuchs ist gekommen

Ans Aufgeben denkt der Präsident trotzdem nicht: "Meine Motivation ist ungebrochen", sagt Schwabl. "Jede Krisensituation birgt auch Chancen." Man werde hoffentlich die richtigen Schlüsse ziehen und den eigenen Nachwuchs mehr einbinden. "Ich kann jedem Jugendspieler von uns nur raten, in nächster Zeit viel zu tun, früh ins Bett zu gehen, denn die haben jetzt eine Riesenchance."

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Die SpVgg Unterhaching ist auf dem besten Weg in die Regionalliga abzusteigen. Präsident Manfred Schwabl hat wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt. SEin Fazit nach der Niederlage gegen Türkgücü: "Am Ende des Tages stehts du da, wo du hingehörst."