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Sprinterin Lückenkemper: Training in Franken statt Florida | BR24

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Sprintspezialistin Gina Lückenkemper trainiert Corona bedingt alleine in Bamberg statt mit ihrer Trainingsgruppe in den USA. "Ich habe mich tatsächlich dieses Jahr auch sehr schwergetan mit der Motivation zwischendrin."

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Sprinterin Lückenkemper: Training in Franken statt Florida

Die Corona-Krise hat auch den Zeitplan von Sprinterin Gina Lückenkemper durcheinandergewirbelt. Statt wie geplant bei bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio um eine Medaille zu kämpfen, trainiert die 23-Jährige in Bamberg.

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Vor einem knappen Jahr ist Lückenkemper von Nordrhein-Westfalen zu ihrem Lebenspartner nach Oberfranken gezogen. Der aktuellen Situation geschuldet, hält sie sich statt mit ihrer neuen Profi-Trainingsgruppe in Florida seit Beginn der Corona-Pandemie im Bamberger Stadion fit.

Motivationsproblem: "Komplette Saison auf der Kippe"

Zu Beginn der Pandemie tat sie sich allerdings schwer, die nötige Trainings-Motivation zu finden: "Ich habe halt für dieses Jahr keine wirklichen Ziele vor Augen gehabt, weil auf einmal die komplette Saison auf der Kippe stand", erzählt die 23-Jährige. Schließlich wurden ja "nicht nur die Olympischen Spiele für uns abgesagt, sondern auch noch die Europameisterschaften". Bei der EM hätte Lückenkemper ihre Silbermedaille über die 100-Meter-Distanz, die ihr 2018 bei den European Championships gelang,verteidigen können. Der Saison-Höhepunkt 2020 wäre dann aber der 1. August gewesen: Da waren ursprünglich das Halbfinale und das Finale über die 100 Meter der Frauen angesetzt. Und da wollte sie ganz vorne mit dabei sein, hatte sie im Juni im BR24 Sport-Socialmedia-Talk auf Instagram erklärt: "Das Ziel ist es, erstmals in ein olympisches Finale im Einzel zu kommen", sagt Lückenkemper. Darauf muss sie nun ein Jahr warten.

"Zeit für Familie und Freunde" und Hoffnung auf Wettkämpfe

Doch die entfallenen Saisonhöhepunkte haben durch das Training in der fränkischen Idylle auch eine positive Seite. "Das ist für mich ausnahmsweise auch mal was wirklich schönes, so viel Zeit mit Familie und Freunden zu genießen", sagt Lückenkemper. Und sie hat zumindest die Hoffnung auf ein paar internationale Wettkämpfe in diesem Jahr noch nicht ganz aufgegeben. Die werden dann aber ohne Zuschauer stattfinden.