Blick am 7. Juli 2004 in den Sportpark Unterhaching.

Blick am 7. Juli 2004 in den Sportpark Unterhaching.

Bildrechte: picture-alliance / dpa / Frank Leonhardt
    > Sport >

    Sportpark Unterhaching: Wo Haching Bayern zum Meister machte

    Sportpark Unterhaching: Wo Haching Bayern zum Meister machte

    Emotionaler Bundesliga-Aufstieg, sensationelle Meisterschafts-Entscheidung und bittere Regionalliga-Niederlagen: Der Sportpark Unterhaching hat in seiner 30-jährigen Historie viele Höhen und Tiefen der SpVgg Unterhaching erlebt.

    In loser Serie stellt BR24 Sport in den nächsten Wochen Stadien in Bayern vor. Teil 8: Sportpark Unterhaching.

    Weitere Fußballstätten folgen. Dazu stellen wir auch jeweils die Frage: "Was wünscht ihr euch für die Zukunft des Stadions?" Schreibt in die Kommentare oder auf unserem Instagram-Kanal BR24 Sport!

    Fakten zum Sportpark Unterhaching

    • Eröffnung: 11. April 1992
    • Erstes Spiel: SpVgg Unterhaching – TSV Schwaben Augsburg | 3:0
    • Kapazität: 15.053 Plätze
    • Eigentümer: SpVgg Unterhaching

    Stadion-Geschichte vor den Toren Münchens

    1988 begannen die Planungen für eine neue Heimspielstätte der SpVgg Unterhaching, die als Ersatz für das nicht mehr zeitgemäße Stadion an der Grünauer Allee dienen sollte. Nach zweijähriger Konzeption - während die Mannschaft zwischen der 2. Bundesliga und 3. Liga pendelte, begann 1990 vor den südlichen Toren der bayerischen Landeshauptstadt München die Errichtung einer Sportanlage mit dem Hauptspielfeld, mit einer offenen Stehtribüne im Westen, dem Sportlerheim und drei Trainingsplätzen.

    1992: Fertigstellung des Sportparks

    Die sportliche Kurve der Spielvereinigung zeigte stets nach oben, und so mussten ebenso stetig größere Ergänzungs- und Umbauten vorgenommen werden. Bis zur Fertigstellung 1992 wurde der Sportpark um Stehtribünen auf der Nord- und Ostseite erweitert. Außerdem wurde die Westtribüne überdacht, ein Presseraum eingerichtet und das Stadionflutlicht eingerichtet.

    1998/99: Aufstieg der SpVgg in die Bundesliga

    Passend zum Hachinger Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga wurde der Sportpark im April 1992 eingeweiht. Das Stadion bot 11.000 Zuschauern Platz.

    In der Saison 1998/99 feierte die SpVgg ihren größten Erfolg: den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. Das Stadion erfüllte allerdings nicht die dort geltenden Anforderungen. Die Tribünen mussten ausgebaut werden, um die Kapazität von 15.000 Plätzen gewährleisten zu können.

    2:0 gegen Leverkusen: Haching krönt Bayern zum Meister

    Den Sensationsmoment erlebte der Sportpark am letzten Spieltag der Saison 1999/2000: Die SpVgg sorgte für bundesweites Aufsehen und schlug Bayer 04 Leverkusen mit 2:0 und verhalf damit dem FC Bayern München zur Deutschen Meisterschaft. Dem Eigentorschützen und späteren Münchner Michael Ballack hätte mit seiner Mannschaft schon ein Unentschieden gereicht, um die Meisterschaft einzufahren. Haching beendete seine erste Spielzeit im Fußball-Oberhaus schließlich auf dem 10. Tabellenplatz vor Dortmund und Schalke.

    Nach den Umbauten zur Saison 2000/2001 erfüllte der Sportpark Unterhaching alle Auflagen und Empfehlungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wie Anzeigentafel und Sicherheitszäune. Dass auch im Winter der Spielbetrieb fortgesetzt werden konnte, garantierte die neue Rasenheizung.

    SpVgg Unterhaching - Bayer Leverkusen, 2:0 am 20.05.2000: Die Spieler von Unterhaching jubeln nach dem Schlusspfiff.

    Bildrechte: picture-alliance / Sven Simon

    Heimsiege gegen Bayern und Sechzig

    Höhepunkte in dieser zweiten Bundesliga-Saison der Münchner Vorstädter waren die Heimsiege gegen die Lokalrivalen FC Bayern München (1:0) und TSV München 1860 (3:2) sowie das 5:2 gegen Hertha BSC, das den höchsten Erstliga-Sieg der SpVgg bedeutete.

    Nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Sommer 2001 pendelte der Klub zwischen der (damals) drittklassigen Regionalliga Süd und der 2. Bundesliga. Weitere Stadionausbauten wurden schnell ad acta gelegt. Finanzielle Turbulenzen machten dem Verein in den Jahren 2010/11 ziemlich zu schaffen. Wegen fehlender Zuschauer, später wegen Verfallserscheinungen musste rund 15 Jahre nach dem letzten großen Umbau die Osttribüne des Sportparks gesperrt werden.

    2012 übernimmt Schwabl das Präsidenten-Amt von Kupka

    Am 28. Juni 2012 stellte Engelbert Kupka nach 39 Jahren Amtszeit und damit der längsten eines Präsidenten im deutschen Profifußball sein Amt im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde der Ex-Bundesligaprofi Manfred Schwabl. Die SpVgg mutierte zum Ausbildungsverein.

    14. Mai 2022: 37. Spieltag der Regionalliga Bayern: Letztes Saison-Heimspiel der SpVgg Unterhaching gegen den TSV Rain am Lech | 2:0.

    Bildrechte: picture alliance / foto2press / Sven Leifer

    2020: Gemeinde verkauft den Sportpark an die SpVgg

    Seit 2017 bemühte sich der Verein, das Stadion der Gemeinde abzukaufen. 2020 einigten sich beide Partien auf einen Preis von 3,3 Millionen Euro. In der Zwischenzeit wurde der Rasen auf dem Hauptspielfeld durch einen Hybridrasen ersetzt, die Anzeigentafel durch eine Videowall ausgetauscht, die Osttribüne saniert und die ehemalige Haupttribüne, die sich nun Westtribüne nennt, neu gestaltet. Das Geld für die Investitionen kam unter anderem durch den Verkauf des Eigengewächs Karim Adeyemi an Salzburg in die Kasse.

    In der Saison 2021/2022 war der Sportpark Schauplatz der Regionalliga Bayern. Die SpVgg Unterhaching beendete die Saison als Tabellen-4. und geht somit auch in dieser Saison in der vierthöchsten Spielklasse auf Punktejagd.

    2020: Gemeinde verkauft den Sportpark an die SpVgg

    Seit 2017 bemühte sich der Verein, das Stadion der Gemeinde abzukaufen. 2020 einigten sich beide Partien auf einen Preis von 3,3 Millionen Euro. In der Zwischenzeit wurde der Rasen auf dem Hauptspielfeld durch einen Hybridrasen ersetzt, die Anzeigentafel durch eine Videowall ausgetauscht, die Osttribüne saniert und die ehemalige Haupttribüne, die sich nun Westtribüne nennt, neu gestaltet. Das Geld für die Investitionen kam unter anderem durch den Verkauf des Eigengewächs Karim Adeyemi an Salzburg in die Kasse.

    In der Saison 2021/2022 war der Sportpark Schauplatz der Regionalliga Bayern. Die SpVgg Unterhaching beendete die Saison als Tabellen-4. und geht somit auch in dieser Saison in der vierthöchsten Spielklasse auf Punktejagd.

    "Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht's zur Anmeldung!