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Sportgerichtshof: Was hat sich am CAS geändert? | BR24

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Sportgerichtshof CAS

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Sportgerichtshof: Was hat sich am CAS geändert?

Der Internationale Sportgerichtshof CAS soll entscheiden, ob Manchester City die Financial-Fairplay-Regeln missachtet hat und rechtmäßig aus der Champions League ausgeschlossen wurde. Dabei steht aber die Institution selbst in der Kritik.

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Seit Jahren gibt es Kritik am Internationale Sportgerichtshof CAS, von Sportlern, Anwälten oder Sportrechtlern. Die höchste Instanz des Sportrechts sei nicht unabhängig, die Sportverbände können dort Einfluss nehmen, der CAS sei eine Blackbox, es mangele an Transparenz, heißt es.

Pechstein kämpfte jahrelang gegen CAS

Die Sportlerin, die seit Jahren am meisten gegen den CAS kämpft, ist Claudia Pechstein. Die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin war 2009 für zwei Jahre wegen Dopings gesperrt worden. Zu Unrecht, wie sie sagt. Pechstein zog nach ihrer Verurteilung vor sämtliche zivilen Gerichte.

Urteil des Europäischen Gerichtshofs brachte Änderungen

Vor zwei Jahren dann ein kleiner Erfolg. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg bestätigte, dass Pechstein am CAS eine öffentliche Verhandlung hätte bekommen müssen. Diese wurde ihr damals verwehrt. Inzwischen hat der CAS seine Regeln dahingehend geändert. "Der CAS muss eine öffentliche Verhandlung organisieren, wenn ein Athlet es beantragt", heißt es jetzt vom Sportgerichtshof.

Viele Fragen zum CAS bleiben offen

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Antoine Duval, Experte für Europäisches und Internationales Sportrecht am renommierten ASSER-Institut in Den Haag, kritisiert den internationalen Sportgerichtshof CAS als intransparent.

"Sonst habe sich allerdings nicht wirklich was getan", sagt Antoine Duval, Experte für Europäisches und Internationales Sportrecht am renommierten ASSER-Institut in Den Haag: "Wir wissen immer noch nicht, wie viele Fälle es pro Jahr gibt, wie sich der CAS finanziert, wie viele Leute dort arbeiten, warum manche Urteile veröffentlicht werden, und manche nicht."

Und auch in Sachen Unabhängigkeit von den Sportverbänden gibt es keine wesentlichen Änderungen, findet Duval. So seien die Schlüsselpositionen im ICAS, dem Führungsgremium des CAS, immer noch mit Personen besetzt, die in Interessenskonflikte geraten können. "Der Präsident des ICAS war lange der Vize-Präsident des Internationalen Olympischen Komitees", so Duval.

Fehlende Transparenz und vertrauliche Urteile

Der CAS weist auf Anfrage der ARD Radio Recherche Sport sämtliche Vorwürfe zurück und bezeichnet sich als neutrale Institution. Die Athleten hätten genau die gleichen Rechte wie die Verbände. Zum Thema Transparenz antwortet der CAS, dass sehr wohl jedes Urteil veröffentlicht werde. Ausnahmen sind die Fälle, in der eine der Parteien möchte, dass das Urteil vertraulich bleibt.

CAS sieht keine Machtkonzentration

Auch den Kritikpunkt der zweifelhaften Machtkonzentration sieht der CAS nicht. Ein kleiner Kreis von CAS-Richtern, eine Art "Inner Circle", bekommt den Großteil der Fälle. Von den rund 400 CAS-Richtern, die insgesamt auf der Liste des Sportgerichtshofes stehen, werden viele nie benannt. Dazu erklärt der CAS, dass Richter mit viel Erfahrung lieber ausgewählt werden würden. Auch jetzt, im Fall Manchester City, hat ein Richter das Sagen, der zu den Erfahrenen und Vielbeschäftigten gehört: Rui Botica Santos aus Portugal.