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Sportgericht hat entschieden: Schweinfurt spielt im DFB-Pokal | BR24

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Der DFB-Pokal

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    Sportgericht hat entschieden: Schweinfurt spielt im DFB-Pokal

    Der monatelange bayerische Pokalstreit ist beendet: Das Sportschiedsgericht des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) hat entschieden, dass der 1. FC Schweinfurt im DFB-Pokal gegen Schalke 04 spielen darf. Türkgücü München hat das Nachsehen.

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    Das Sportschiedsgericht des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) hat ein bindendes Urteil gefällt und damit einen Schlussstrich unter den seit Monaten schwelenden Pokalstreit um den bayerischen Teilnehmer in der ersten DFB-Pokalrunde gezogen. Der 1. FC Schweinfurt ist Bayerns Amateurvertreter und spielt gegen Bundesligist Schalke 04, Drittligaaufsteiger Türkgücü München hat das Nachsehen.

    Die Entscheidung der höchsten Sportgerichtsbarkeit im Freistaat ist letztinstanzlich. Allerdings beschäftigte die Causa auch die Zivilgerichtsbarkeit, wo nach einem Urteil des Landgerichts München eine Revision vor dem Oberlandesgericht angestrebt wurde. Zunächst war unklar, ob dieses Verfahren die Pokal-Ansetzung noch beeinflussen kann oder ob es nur noch um mögliche Schadenersatzansprüche geht.

    Am Dienstagvormittag war bereits eine Entscheidung des Bayerischen Obersten Landesgerichts öffentlich geworden, wonach der Streit um den bayerischen Pokalstarter der Schiedsgerichtsbarkeit unterliegt. Das hatte Türkgücü angezweifelt und deshalb dieses - nun schon dritte involvierte - Gericht angerufen. Der DFB will die Pokal-Partie der Schalker gegen Schweinfurt am Dienstag der nächsten Woche spielen lassen.

    Streit nach Entscheidung des Bayerischen Fußball-Verbands

    Nach diversen Spieltermin-Absagen wegen der Corona-Pandemie hatte der BFV bereits im Juni Regionalliga-Tabellenführer Türkgücü München beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Aufsteiger in die 3. Liga gemeldet.

    Der BFV änderte zudem seine Satzung, nahm Türkgücü aus der Wertung, der 1. FC Schweinfurt war neuer Tabellenführer. Weil üblicherweise der bayerische Regionalligameister einen Startplatz im DFB-Pokal erhält, die Liga aber noch im Spielbetrieb war, meldete der BFV im August die Unterfranken als Tabellenführer für den Pokal-Wettbewerb.

    BFV-Präsident Rainer Koch hatte in Blickpunkt Sport im September betont, dass dieses Vorgehen - wenn auch rechtlich nicht bindend - mit beiden Vereinen so abgesprochen war.

    Türkgücüs Weg vors Landgericht

    Das wollte Türkgücü München dann aber doch nicht so hinnehmen. Der Klub zog vor Gericht - nur zwei Tage vor der Austragung des bereits angesetzten Pokalspiels zwischen Schweinfurt und Schalke.

    Das Landgericht München I vertagte den komplexen Fall zunächst, entschied dann Ende September, dass der BFV tatsächlich nicht korrekt gehandelt hat. Der Verband sollte den bayerischen Pokalteilnehmer neu nominieren, der DFB wurde verpflichtet, den Widerruf und die Neuanmeldung zuzulassen.

    Darauf legte der BFV Anfang Oktober Berufung beim Landgericht ein und kündigte gleichzeitig an, das zuständige Sportschiedsgericht in Nürnberg einzuschalten. Dessen Entscheidung sorgt nun für einen - zumindest sportlichen - Schlussstrich unter den mehrmonatigen Streit.