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Rennfahrerin Sophia Flörsch
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Andreas Ahn
BR Sport
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Rennfahrerin Sophia Flörsch

Sie ist 17 Jahre jung, sie ist talentiert und sie ist schnell: Sophia Flörsch ist Deutschlands Motorsport-Hoffnung und will in die Formel 1. Sie reist um die ganze Welt, fährt bereits auf den großen Rennstrecken, von Nürburgring bis Silverstone. Schon als Kind stieg Flörsch lieber ins Kart als auf die Ski, mit 14 Jahren sorgte sie dann für Furore und fuhr den älteren Jungs in ihrer Rennklasse regelmäßig davon. Als erste Frau überhaupt errang sie in der Formel 4 Punkte und Podestplätze.

Aufstieg in die Formel 3

In diesem Jahr stieg Flörsch dann in die Formel 3 auf und ging für das niederländische Team Van Amersfoort Racing an den Start. Flörsch ist die einzige Frau im Feld. Schon im vergangenen Winter hatte sie Testfahrten im Formel-3-Boliden absolviert, legte dann aber ihren Fokus zunächst auf das Abitur, das sie jetzt in der Tasche hat. Für Van Amersfoort hatte auch Mick Schumacher, Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, sein Debüt in der Formel 4 gegeben.

Frauen im Motorsport benachteiligt

Finanziell ist eine Karriere im Motorsport nicht leicht zu bewältigen: "Man braucht Sponsoren, alleine können wir das als Familie nicht stemmen", erklärt Sophias Vater Alexander Flörsch. "Ohne fremde Hilfe trägt sich der Rennsport nicht". Prominente Unterstützung erhalten die Flörschs von der ehemaligen Rennfahrerin Ellen Lohr, die nach wie vor einen großen Unterschied zwischen Mann und Frau im Rennzirkus sieht: "In den kleineren Klassen ist es leichter Sponsoren zu finden, da haben die Frauen sogar ein Alleinstellungsmerkmal. Aber es gibt Grenzen nach oben und wir sehen, dass nach der Formel 3 kein Vertrauen mehr in Frauen gesetzt wird", sagt sie. Bis in die Formel 1 ist es also noch ein langer, harter Weg.

Sophia Flörsch

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Blickpunkt Sport vom 04.11.2018 - 21:45 Uhr