Zurück zur Startseite
Sport
Zurück zur Startseite
Sport

"Sommermärchen"-Affäre: Zwanziger holt zum Gegenschlag aus | BR24

© BR

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat alle Vorwürfe in Zusammenhang mit dem "Sommermärchen"-Skandal entschieden zurückgewiesen. Wegen dem Vorgehen der Staatsanwaltschaft "zweifelt" er "in diesen Teilen an diesem Staat".

4
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

"Sommermärchen"-Affäre: Zwanziger holt zum Gegenschlag aus

Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger hat alle Vorwürfe in Zusammenhang mit dem "Sommermärchen"-Skandal rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 entschieden zurückgewiesen. Der 74-Jährige stellte Strafanzeigen gegen die Ermittler.

4
Per Mail sharen
Teilen

Zwanziger gab während einer Pressekonferenz in Diez zu Protokoll, dass er Strafanzeigen wegen "falscher Verdächtigungen" gegen die Ermittlungsführerin der Frankfurter Staatsanwaltschaft sowie den Ermittler der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) und dessen Assistentin gestellt hat. In der vergangenen Woche hatte die BA nach jahrelangen Ermittlungen Anklage gegen die WM-Macher erhoben. Es soll ein Prozess im Schnelldurchgang gegen die frühere Spitzenriege des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden. Spätestens im April 2020 soll ein erstes Urteil fallen, um einer Verjährung zuvorzukommen. Den Beschuldigten drohen Geldstrafen und bis zu fünf Jahre Haft.

"Das alles hat mit Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun. Ich bin dreieinhalb Jahre wie eine Sau durchs Dorf getrieben worden. Die deutschen und die Schweizer Strafverfolgungsbehörden haben versagt. Das sind keine Ermittlungen, das sind Märchen." Theo Zwanziger

Zwanziger: "FIFA ist ein kommerzielles Zirkus-Unternehmen"

Zwanziger zeigte sich bei seinem Auftritt sehr in Rage: "Der Verwendungszweck der Zahlung an den Ganoven Bin Hammam ist nicht geklärt. Das hätte zwingend die Einstellung des Verfahrens nach sich ziehen müssen." Und der ehemalige DFB-Präsident legte nach: "Die FIFA ist ein kommerzielles Zirkus-Unternehmen. Sie könnte Bin Hammam zur Aussage zwingen und Licht ins Dunkel bringen. Aber die FIFA und Gianni Infantino (FIFA-Präsident, Anm.d.Red.) schweigen und kungeln mit der Schweizer Bundesanwaltschaft. Das ist Kumpanei auf höchster Ebene", äußerte der 74-Jährige: "Das wird auf dem Rücken der Beschuldigten ausgetragen. Das ist ein Skandal."