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Bildrechte: picture alliance/dpa/Sputnik | Ilya Naymushin

Für den Landshuter Snowboarder Martin Nörl hätte das Wochenende in Sibirien nicht besser laufen können. Zwei Siege in Krasnojarsk, Gesamtweltcup-Führender. Nörl kann selbstbewusst in Richtung Peking schauen. Die Favoritenrolle lehnt er aber ab.

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Snowboarder Nörl: Trotz Doppelsieg "kein Olympia-Favorit"

Der Landshuter Martin Nörl gilt nach seinem Doppelerfolg in Krasnojarsk im Snowboardcross als Medaillenanwärter bei den Olympischen Spielen in Peking. Als Favorit will er sich selbst aber keineswegs sehen.

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Für Martin Nörl hätte das Wochenende in Sibirien nicht besser laufen können. Zwei Siege in Krasnojarsk, Gesamtweltcup-Führender. Nörl kann selbstbewusst in Richtung Peking schauen. Aber Olympia-Favorit? "Ich würde es jetzt nicht so hinstellen", sagte Nörl zu seinen Siegchancen bei den Olympischen Spielen gegenüber dem BR. "Ich habe jetzt zwei Rennen gewonnen auf ein und derselben Strecke, die mir anscheinend sehr gut gelegen ist“, erklärte der 28-Jährige. In China erwarte ihn: "eine andere Strecke, da wird ein anderes Rennen stattfinden", sagte der Snowboarder, der für den DJK-SV Adelkofen startet.

Nörl: Karriereende lag bereits in der Luft

Vor Krasnojarsk hatte er in der Saison 2018/19 seinen ersten Weltcupsieg errungen. Dabei hätte er zuvor fast schon seine professionelle Karriere an den Nagel gehängt. Vor etwas weniger als vier Jahren, als sein erstes Kind unterwegs war: "Da überlegst du das", erinnert er sich. Außerdem habe ihm zu dieser Zeit "die Perspektive gefehlt". Er war der Meinung, dass sich im Verband Snowboard Germany "etwas entwickeln" müsse.

Platz acht in Pyeongchang - verewigt auf einen Tattoo

Dann aber sorgte er beim Snowboardcross-Rennen der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang mit Platz acht für das beste SBX-Resultat des deutschen Herrenteams seit Vancouver 2010. Das hat er sogar auf der eigenen Haut verewigt. Ein Tattoo auf der Innenseite des rechten Oberarms zeigt die Olympischen Ringe, eine "8" und "SBX" für Snowboardcross, seine Disziplin.

Erste Schwünge mit Fünfeinhalb

Diesen Sport hatte Nörl im Alter von fünfeinhalb Jahren für sich entdeckt. Da hatte er von den Eltern sein erstes Snowboard geschenkt bekommen. Als Jugendlicher nahm er im Januar 2009 in Bad Gastein erstmals am Europacup teil. Beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2009 in Szczyrk holte er die Silbermedaille. Sein Debüt im Snowboard-Weltcup gab er im Januar 2010 in Bad Gastein.

Snowboardcross-Gesamtweltcup-Dritter im Jahr 2019

Seine größten Erfolge neben den drei Weltcupsiegen und dem Top-10-Ergebnis von Pyeongchang waren bisher ein fünfter Platz bei der Weltmeisterschaft in Idre Fjaell und der dritte Rang im Snowboardcross-Gesamtweltcup 2019. In Peking kann bald noch mehr dazu kommen. Auch wenn Nörl es selbst noch nicht recht wahrhaben will.

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