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Snowboard Germany: Mindestens drei WM-Medaillen im Coronawinter | BR24

© picture-alliance/dpa

Snowboarderin Ramona Hofmeister ist nach ihrer Coronaerkranklung wieder fit. Gemeinsam mit Selina Jörg freut sich die Topathletin der vergangenen Saison auf den Winter.

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Snowboard Germany: Mindestens drei WM-Medaillen im Coronawinter

Die deutschen Snowboarderinnen und Snowboarder blicken trotz Coronavirus optimistisch auf die neue Saison. Bei der WM 2021 in China soll es wieder Medaillen geben, helfen sollen dabei vor allem die Topstars aus Bayern um Ramona Hofmeister.

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Von
  • Bernd R. Eberwein

Hanns-Michael Hölz, Präsident von Snowboard Germany, stimmte das Team optimistisch für die neue Saison ein. "Alles deutet daraufhin, dass wir im Verband sehr vieles richtig machen", sagte Hölz bei der Saison-Pressekonferenz der deutschen Boarder im "Haus des Ski" in München-Planegg.

Die vergangene Saison 2019/20 hat Snowboard Germany auf Platz zwei der Rangliste des Weltskiverbands FIS katapultiert. Hölz sieht zwei zentrale Säulen für den Erfolg: "Nachwuchs, Nachwuchs, Nachwuchs - an der Stelle ist unsere Strategie sportpolitisch richtig." Und: "Die richtigen Leute am richtigen Platz."

Vor allem im Bereich der Trainer sieht Hölz den Verband auch für die Zukunft bestens aufgestellt, "dann kann so eine Geschichte aufgehen."

Ramona Hofmeister ist "Athlete of the Year"

Mitverantwortlich für den Höhenflug war vor allem Ramona Hofmeister, die vom Verband als "Athlete of the Year" ausgezeichnet wurde. Die Bischofswiesenerin gewann im vergangenen Winter den Gesamtweltcup und den Parallel-Riesenslalomweltcup der Raceboarder.

Auszeichnung für Mittenwalder Talent Annika Morgan

Der Titel "Rookie of the Year", also der Preis für den besten Nachwuchssportler, ging an die 18-jährige Annika Morgan, Deutschlands wohl beste Slopestyle und Big-Air-Boarderin aus Mittenwald. Silber bei den olympischen Jugendspielen, dazu Einladungen zu internationalen Topevents wie den X-Games - Morgan steht am Anfang einer großen Karriere. Das Ziel für die neue Saison formuliert sie kurz und knackig: "Ein Weltcuppodium packen", das wär's.

"Coach of the Year" wurde Freestyle-Trainer Luca Gartner. Obwohl die Freestyler im nationalen Fördertopf nur am unteren Ende der Nahrungskette stehen, ist der Slowene Gartner auf dem besten Weg, ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen. Mit dem Allgäuer André Höflich hat Gartner ein Toptalent im Team, dass im vergangenen Winter nur knapp am ersten Weltcuppodest vorbei fuhr.

Neue Skateanlage in Berchtesgaden

Ein Sonderlob gab's für Freestyle-Coach Friedl May. May, der "Special of the Year", war einer der Hauptantreiber beim Bau einer neuen Trainingsanlage in Berchtesgaden. Zehn Jahre lang hatten Verband und Sportler gekämpft, im Juni konnte die neue Skateanlage an der Christophorusschule in Berchtesgaden erstmals genutzt werden.

© BR

Das Fehlen einer eigenen Skateanlage war bisher das große Manko, wenn es beim Deutschen Skiverband und bei Snowboard Germany um optimale Trainingsbedingungen ging. Eine neue Anlage in Berchtesgaden schließt nun diese Lücke.

Coronavirus sorgt auch bei Snowboardern für Fragezeichen

Sportlich also alles bestens, doch es gibt ein "Aber". Die größten Herausforderungen in der bevorstehenden WM-Saison stehen dem Verband nämlich - wie anderen Wintersportarten auch - eher durch das Coronavirus bevor. Seit August steht ein Hygienekonzept, Teamarzt Martin Brandl erläuterte ausführlich die Anwendung.

Doch ob und wie die Saison mit allen Weltcups - und auch der WM 2021 im chinesischen Zhangjiakou - tatsächlich durchgeführt werden kann, scheint Stand jetzt ziemlich offen. "Ich hoffe, dass wir die Weltmeisterschaft durchführen können", sagte Hölz, und das FIS und die Organisatoren in China genug Kraft mitbringen, "dass wir sichere Weltmeisterschaften realisieren."

Saisonhöhepunkt: WM 2021 in China

Sollte die WM stattfinden, wollen die deutschen Snowboarder natürlich um Medaillen mitfahren. In Park City 2019 gab es Gold durch Selina Jörg und zwei Mal Bronze durch Hofmeister und Stefan Baumeister. Auch in China hofft das Raceboarder-Trio erneut auf Podestplätze - wenn das Coronavirus den Winter nicht komplett durcheinander wirbelt.

Drei WM-Medaillen als Ziel

Sportdirektor Andreas Scheid setzte das Medaillenziel wie 2019 an: Drei Medaillen sollen sein Team aus China mitbringen, in Park City waren es insgesamt fünf. Wo sein Team noch zulegen sollen: Schied hofft auf mehr WM-Teilnehmer also vor zwei Jahren. Mindestens 20 Sportlerinnen und Sportler sollen sich für Zhangjiakou 2021 qualifizieren.