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Skispringerinnen heben bei der WM erstmals ganz groß ab | BR24

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In Seefeld segelte Katharina Althaus zu zwei Medaillen. Jetzt will die Allgäuerin bei Ihrer Heim-WM den nächsten großen Sprung wagen. In Oberstdorf dürfen die Frauen erstmals in der WM-Geschichte auch von der Großschanze abheben.

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Skispringerinnen heben bei der WM erstmals ganz groß ab

Bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf gibt es für die deutschen Frauen um Katharina Althaus eine weitere Medaillenchance. Erstmals springen sie im Einzel von der Großschanze.

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Von
  • Margot Lamparter

Die Frauen dürfen erst seit 2009 bei Weltmeisterschaften antreten. Bei der Premiere in Liberec feierte die Sächsin Ulrike Gräßler Platz zwei. In Seefeld trug es die Allgäuerin Katharina Althaus 2019 gleich zu drei Medaillen.

Bei der Heim-WM will die 24-Jährige jetzt den ganz großen Sprung wagen. Erstmals in der WM-Geschichte dürfen auch die Frauen auf der Großschanze über den Bakken gehn. "Ich möchte natürlich schon wieder vorne mitspringen können," sagt Althaus. "Nach Seefeld ist es natürlich schwierig nochmal einen drauf zu setzen." Die Vorzeigefliegerin ist optimistisch: "Ich hoffe, ich kann um die Medaillen mitkämpfen."

WM-Ziele der Frauen

"Wir wollen uns Top präsentieren und schon schaun, dass wir in jedem Wettkampf um die Medaillen mitkämpfen", sagt Horst Hüttel sportlicher Leiter Skispringen und Nordische Kombination. Allerdings, ob es jetzt eine, drei oder vier sein werden, darüber habe er sich mit seine Headcoaches keine Gedanken gemacht.

Zeit für den Wettbewerb

Mehr Überlegungen gab es zum Schanzen-Thema: "Es ist an der Zeit. Wir springen seit längerem im Weltcup auf den Großschanzen", erklärt Hüttel vor der WM-Premiere. "Diese Großschanze ist prädestiniert für die Damen." Wenn die Bedingungen stimmen, werde man einen tollen Wettbewerb sehen, glaubt er. "Haben lange dafür gekämpft", sagt auch Damen-Bundestrainer Andreas Bauer. "Umso schöner, dass wir diese Premiere zu Hause" feiern können.

Damenskispringen weiterentwickeln

Ziel sei es im Damenskispringen auf ein gutes Level zu kommen. "50:50 Kleinschanze und Großschanze" erklärt Bauer. Die Kleinschanze sei wichtig für kleinere Nationen. Von der Großschanze könne man dagegen den einen oder anderen Wettbewerb zusammen mit den Männern austragen. Das sei auch ein Aspekt für die Weltcup-Planung, um Synergien zu bündeln. "Dann hätten wir einen guten Mix, so dass wir das Damenskispringen gut weiterentwickeln können."

Weiterer Schritt zur Gendergerechtigkeit

Für WM-Organisationschef Moritz Becker-Schwarz ist der neue Programmpunkt ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Gendergerechtigkeit zwischen Mann und Frau, die man gemeinsam mit dem Deutschen Skiverband (DSV) vorantreiben will. "Gerade im Skisprung ist das auch gelungen", so Becker-Schwarz.

Nordische Kombiniererinnen feiern Premiere

Einen Sprung für die Ewigkeit planen aber nicht nur die Skispringerinnen. Denn in der Nordischen Kombination feiern auch die Frauen eine lang ersehnte WM-Premiere.