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Severin Freund
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Severin Freund

"Bei Severin ist wieder eine Knieverletzung aufgetreten, so dass er auch nicht den letzten Weltcup vor der WM am Wochenende in Willingen bestreiten kann", sagte Schuster, der mit Freund in seiner elfjährigen Amtszeit viele gemeinsame Erfolge gefeiert hatte. Seit Januar 2017 hatte dieser aber mit zwei Kreuzbandrissen und den Folgen einer quälend langen Verletzungspause zu kämpfen.

Seit er beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen aus dem DSV-Team genommen wurde, kam Freund nicht mehr ins Weltcup-Team zurück. Der Niederbayer startete im zweitklassigen Continentalcup, aber auch dort ließen die Leistungen zu wünschen übrig. In Bischofshofen und Sapporo schaffte er es auf die Plätze 11, 3, 13, 20 und 5, die nötige Klasse und Konstanz konnte er auch nach seinem schmerzhaften Tournee-Aus nicht nachweisen.

"Geht die Welt nicht unter"

Dass der Weg in Richtung WM nach zuvor völlig verkorksten Wochen zu lang werden könnte, hatte Freund schon bei der Tournee geahnt. "Wenn Seefeld nicht klappt, wird die Welt nicht untergehen", sagte der zweimalige Weltmeister von 2015 und Team-Olympiasieger von Sotschi schon am 1. Januar in Garmisch. 

Dabei hatte sein langjähriger Trainer Schuster, der zum Ende des Winters als Bundestrainer aufhört, alles versucht, um Freund nach dessen Comeback Ende November vergangenen Jahres noch einmal zurück in die Weltspitze zu führen. Ein "besonderes Anliegen" sei ihm die Rückkehr nach den langen Verletzungsleiden, hatte der Coach immer wieder betont. Die Leistungsunterschiede aber waren am Ende doch zu groß.

"Menschlich fehlt er im Team sehr, sportlich haben sich die anderen mittlerweile emanzipiert. Aber Severin war immer der Schutzpanzer der anderen, und dieser fehlt jetzt." Werner Schuster