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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Grzegorz Momot/PAP

Die DSV-Adler erwischten im polnischen Zakopane einen gebrauchten Tag. Bei schwierigen Windverhältnissen reihten sich Markus Eisenbichler, Severin Freund, Pius Paschke und Karl Geiger auf dem sechsten Rang ein. Das Quartett aus Österreich siegte.

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Skispringen: DSV-Team in Zakopane abgeschlagen auf Platz sechs

Die DSV-Adler erwischten im polnischen Zakopane einen gebrauchten Tag. Bei schwierigen Windverhältnissen reihten sich Markus Eisenbichler, Severin Freund, Pius Paschke und Karl Geiger auf dem sechsten Rang ein. Das Quartett aus Österreich siegte.

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Von
  • BR24 Sport
  • Cristina Krüger

Die deutschen Skispringer haben beim Team-Wettbewerb in Polen enttäuscht und es mit dem sechsten Platz deutlich nicht auf das Podest geschafft. Der weiteste Sprung im Quartett des deutschen Skiverbands gelang dem Tournee-Zweiten Karl Geiger, der im zweiten Durchgang nach 135,5 Metern landete. Den Sieg sicherten sich die Österreicher. Rang zwei ging an die Gastgeber um Vierschanzentournee-Sieger Kamil Stoch, Dritter wurde Norwegen. Auch die Quartetts aus Slowenien und Japan waren stärker als die Adler des Deutschen Skiverbands.

DSV-Team "wollte zu viel"

Die schlechte Tagesform des deutschen Teams kündigte sich schon im ersten Durchgang an. Alle vier DSV-Springer hatten Probleme bei wechselndem Rückenwind, im dichten Schneetreiben zeigte das Quartett von Bundestrainer Stefan Horngacher im polnischen Wintersportzentrum durchwachsene Sprünge. Zu viele technische Fehler bedeuten einen ernüchternden Rang sechs und bereits 74,1 Punkte Rückstand auf die führenden Polen."Es war von den Sprüngen technisch nicht sauber genug. Es waren einige Fehler drin", sagte Horngacher in der ARD. Der Österreicher ergänzte: "Ich glaube, die Jungs sind ein bisschen zu angespannt gewesen. Sie wollten zu viel und dann geht der Schuss nach hinten los".

Eisenbichler sackte im ersten Versuch nach guter erster Flugphase regelrecht ab und kam auf 126,5 Meter. Er ließ einen kaum besseren 127-Meter-Sprung folgen. Geiger (121,5 und 135,5 Meter) zeigte zumindest ein guten zweiten Sprung, der ihm etwas Selbstvertrauen geben sollte. Für Paschke (119,5 und 109 Meter) lief es dagegen überhaupt nicht.

Versöhnliches Team-Comeback von Severin Freund

Es war bezeichnend, dass dem zuvor in dieser Saison wenig überzeugenden Severin Freund mit einem Satz auf 129,5 Meter im ersten Durchgang der weiteste Sprung im deutschen Team gelungen war. Für ihn war es der erste Teamwettbewerb seit seinen beiden Kreuzbandrissen. Im zweiten Durchgang landete Freund nach 120 Metern und sagte: "Wir haben einfach einen schweren Tag heute". Woran es lag, wusste der 32-Jährige auch nicht so richtig. Es gebe manchmal so Tage im Skispringen, "an denen es nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist".

Im zuvor einzigen Team-Wettkampf der Saison hatte Deutschland im November in Wisla Rang zwei hinter Österreich und vor Polen belegt. Am Sonntag bekommt das deutsche Team noch einmal die Chance. Zum Abschluss des Weltcup-Wochenendes steht ein Einzelspringen an (16.00 Uhr/ARD. Dann wollen sich Geiger, Eisenbichler und ihre Teamkollegen steigern.