BR24 Logo
BR24 Logo
BR24

Skispringen: Eisenbichler am Tag nach dem Schreck auf Platz vier | BR24

© dpa-Bildfunk/Swen Pförtner

Markus Eisenbichler

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Skispringen: Eisenbichler am Tag nach dem Schreck auf Platz vier

Markus Eisenbichler aus Siegsdorf hat seinen Schreck von Nischni Tagil fast verdaut. Der Siegsdorfer erreichte am Tag nach dem Windpech Platz vier. Auf dem Podest standen drei Norweger.

Per Mail sharen
Von
  • Robert Müller

Hochspannend war der Wettbewerb am Sonntag für Eisenbichler nach seinem Sprung im Finale tags zuvor, den er wegen der widrigen Bedingungen bereits nach 80 Metern abbrechen musste, um nicht zu Sturz zu kommen. "Ich hatte wirklich nach dem Samstag gehadert. Es ist nicht so einfach, wenn man so etwas in den Knochen hatte", sagte der 29-Jährige. Im ersten Durchgang erreichte er am Sonntag aber bereits wieder sichere 127 Meter. Im Finale steigerte er sich auf 129,5 Meter. Für das Podium reichte das diesmal nicht. Aber die Nervenstärke wurde mit Platz vier belohnt. Diesmal dominierten das Springen die Norweger. Mit Halvor Egner Granerud, Robert Johansson und Marius Lindvik schafften die Skandinavier einen Dreifachsieg. Zu dem gratulierte der Oberbayer und strahlte bereits wieder Zuversicht für die bevorstehende Skiflug-WM aus: "Die Norweger haben den Dreifachsieg verdient, aber ich fahre mit gutem Gefühl nach Planica. Da hoffe ich auf geile Flüge und will angreifen, das erwarte ich auch von mir."

Freund im Finale, Schmid bester Deutscher

Constantin Schmid aus Oberaudorf und Severin Freund (Rastbüchl) verbesserten sich im Vergleich zum Vortag, an dem sie nicht das Finale erreicht hatten. Diesmal kamen Schmid (122 und 125,5 Meter) und Freund (118 und 118,5 Meter) klar unter die ersten Dreißig und konnten Weltcuppunkte sammeln. Mit einem lauten Jubelschrei freute sich Schmid, der sich im Finale auf Rang sieben vorarbeiten konnte und bester Deutscher wurde.

Paschke im zweiten Durchgang mit Windpech

Pius Paschke bestätigte seine Bestleistung mit Rang fünf vom Vortag nur im ersten Durchgang mit 129,5 Metern. Als Fünftbester ging er in den zweiten Durchgang, in dem er aber wegen der Windbedingungen keinen Druck unter dem Ski bekam und nach 113 Metern landete. Damit fiel er auf Rang 14 zurück.

Hamann unter den Top-20, Wellinger nicht im Finale

Martin Hamann aus Aue konnte nicht an seine Bestleistung tags zuvor anschließen. Mit 117,5 Metern schaffte er es knapp in den zweiten Durchgang. Dabei kam er auf 119 Meter, was diesmal für auf Rang 20 reichte. Nur dem Ruhpoldinger Andreas Wellinger (101 Meter) blieb das Finale verwehrt.

Kuriose Qualifikation ohne Wert

Eine Kuriosität hatte die Qualifikation für den Sprungwettbewerb zu bieten. Nach dem coronabedingten Ausfall von sechs Österreichern waren am Sonntagnachmittag nur 45 Athleten in der Vorausscheidung um die Qualifikation für den Wettbewerb der besten 50 angetreten. Damit hatten sich natürlich sämtliche Springer qualifiziert.

© BR

Skispringer Markus Eisenbichler hatte Pech mit den Windverhältnissen, landete am Tag nach dem Schreck im Weltcup von Nischni Tagil auf Platz vier.