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Skiflug-Wirrwarr am Kulm: Geiger nur Sechster | BR24

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In Sotschi gewinnen die deutschen Rodler im Team-Wettbewerb noch Gold. Sie profitieren dabei von einem Fehler des russischen Teams.

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Skiflug-Wirrwarr am Kulm: Geiger nur Sechster

Beim Wind-Wirrwarr am Kulm in Bad Mitterndorf fühlte sich Deutschlands derzeit bester Skispringer Karl Geiger nach einem 200-Meter-Flug wieder ordentlich benachteiligt. Weil wegen Abbruchs nur der erste Durchgang gewertet wurde, wurde er Sechster.

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Karl Geiger war mächtig angefressen nach der Entscheidung der Jury. Trotz schlechter Windverhältnisse schaffte er im zweiten Durchgang einen 200-Meter-Flug. Doch weil der Wind nach dem zweiten Sprung des Oberstdorfers nicht ruhiger, sondern noch turbulenter wurde, brach die Jury drei Springer vor dem Ende den Wettbewerb überraschend ab und annullierte im österreichischen Bad Mitterndorf den zweiten Durchgang komplett.

Kraft siegt und baut Gesamt-Weltcup-Führung aus

Geiger blieb so nach einem 225-Meter-Flug im ersten Durchgang Rang sechs. Der im Gesamt-Weltcup führende Österreicher Stefan Kraft (230 Meter) holte sich den Sieg und baute sein Polster im Kampf um das Gelbe Trikot aus. Mit 1.273 Punkten liegt er nun schon deutlich vor Geiger (1.135), der seit über einem Monat keinen Podestplatz mehr erreicht hat.

"Langsam muss ich echt sagen, habe ich einen ziemlichen Hals, weil es die ganzen letzten Wochen so geht. Ich suche sowas ungern als Ausrede, aber jetzt kotzt es mich aber auch echt an." Karl Geiger

Geiger mit Form zufrieden

Der 27-jährige Oberstdorfer erlebt gerade das erfolgreichste und turbulenteste Weltcup-Jahr seiner Laufbahn und ist mit seiner eigenen Leistung weiterhin mehr als einverstanden. "Ich bin immer noch sehr zufrieden. Podestplätze waren es zuletzt weniger, aber die Sprünge sind gut. Die Form passt, und zum Podest gehört auch ein bisschen Glück. Da muss man in einen Flow reinkommen", sagte Geiger am ZDF-Mikrofon.

Vor Rang sechs am Sonntag hatte er am Samstag den vierten Platz belegt. Hier hatten ihm umgerechnet weniger als zehn Zentimeter auf Rivale Kraft gefehlt. 

Auf dem Podest: Kraft vor Kobayasi und Zajc

Am Sonntag komplettierten Ryoyu Kobayashi aus Japan und der Slowene  Tami Zajc das Podest nach dem überraschenden Abbruch. Vor 6.800 Zuschauern liefen etwa zwei Drittel des Wettbewerbs problemlos. Erst bei den letzten zehn Athleten, als auch Geiger über die mehr als durchwachsenen Verhältnisse klagte, wurde es schwieriger. 

Die Jury wartete zunächst ab, dann verwehte sie den polnischen Top-Mann Kamil Stoch komplett. Noch bevor die letzten drei Springer vom Balken gehen konnten, brachen die Verantwortlichen ab. Dabei gab es dafür keine ersichtliche Not, weil der Wettkampf bereits am Vormittag gestartet wurde.

Deutsche Adler nur Mittelmaß

Stephan Leyhe wurde Zehnter und profitierte nach einem schwächeren zweiten Sprung (208,5 Meter) vom Abbruch. Markus Eisenbichler landete auf dem 16. Rang , musste aber einen - zum Glück nicht gewerteten - indiskutablen zweiten Sprung auf nur 149 Meter hinnehmen. Pius Paschke ordnete sich einen Platz dahinter ein. Constantin Schmid, am Vortag als 13. noch zweitbester Deutscher, wurde nur 36.