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Der Norweger Aksel Lund Svindal ist eine wahre Ski-Legende. Der Allrounder gewann im alpinen Skizirkus alles, was es zu gewinnen gab. In Blickpunkt Sport sprach er über den Kinofilm "Aksel", der seine einmalige Karriere und sein Leben zeigt.

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Ski-Legende Svindal: "Ich probiere alle Rennen zu sehen!"

Aksel Lund Svindal ist eine wahre Ski-Legende. Der Norweger gewann im alpinen Skizirkus alles, was es zu gewinnen gab. In Blickpunkt Sport sprach er über den Film "Aksel", der sein einmaliges Leben zeigt sowie über die Zeit nach seinem Karriereende.

Von
Sonja WeinfurtnerSonja Weinfurtner

Er gilt als das Stehaufmännchen des alpinen Skisports: Aksel Lund Svindal hat in seiner Karriere viel gewonnen, unter anderem drei Olympia- und sieben Weltmeisterschafts-Medaillen. Aber der Norweger musste auch viele Niederlagen einstecken und Verletzungen überstehen: Achillessehnen- und Kreuzbandrisse, Schnittwunden und ein Jochbeinbruch bremsten den Rennläufer aus. Immer wieder lag er wochenlang in Krankenhäusern, immer wieder kehrte er auf die Pisten dieser Welt zurück.

"Es hat damit angefangen, dass mich ein Freund gefragt hat, ob er ein bisschen filmen dürfte. Und dann ist das Projekt immer größer und größer geworden. Weil es Freunde von mir waren, habe ich ihnen hundert Prozent vertrauen können." Aksel Lund Svindal

Dokumentarfilm ein "Bonus" nach der Karriere

Solche Storys wie die von Svindal lassen sich gut verfilmen - und so entstand der Dokumentarfilm "Aksel". Vier Jahre lang begleiteten Filmemacher den Skifahrer. Der Streifen erzählt nicht nur von den Siegen und den vielen Operationen, sondern auch von der Kindheit Svindals als Halbwaise und von seinen Anfängen -seinen ersten Skirennen.

Am Sonntag kam der 38-Jährige zur deutschen Kinopremiere nach München und stellte seinen Film dem Publikum persönlich vor. Anschließend kam er zu "Blickpunkt Sport" und sprach mit Julia Scharf über seine Passion.

500 Stunden Filmmaterial

Svindal freute sich sehr, dass der Film so gut ankam in München: "Das ist alles für mich ein Bonus und es ist extra-cool, wenn die Rückmeldungen auch gut sind." Insgesamt stand über 500 Stunden Filmmaterial zur Verfügung. Er betonte, dass es manchmal schon nervig war, dass die Kameras immer dabei waren, aber dafür ist alles "echt" und so wurde es "richtig gut". Er hofft, dass der Streifen nicht nur unterhält und inspiriert, sondern auch das Ausmaß zeigt, was es braucht, um ein Top-Athlet zu sein.

Svindal fiebert immer noch mit bei den Rennen

Auch nach seinem Karriereende verfolgt der Norweger immer noch fast jedes Skirennen. "Wenn ich es nicht live schaffe, dann sehe ich es später. Aber ich versuche, dass ich mein Handy nicht anschaue, damit es spannend bleibt."

DSV-Team "richtig starke Mannschaft"

Die deutsche Mannschaft hält er für sehr schlagkräftig: "Es ist immer die gleiche Mannschaft, aber die ist gewachsen - immer besser und besser geworden in vernünftigen Schritten." Vor allem wenn der noch unter Knieproblemen leidende Thomas Dreßen wieder zurück zum Team kommt, "ist es eine richtig starke Mannschaft", so Svindal. Für ihn zeigt Dreßen aktuell viel Geduld: "Thomas ist clever und vernünftig". Laut Svindal darf er sein Comeback jetzt nicht überstürzen - "es soll ja noch über mehrere Jahre funktionieren".

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Bildrechte: picture alliance / EXPA

Der ehemalige Skirennläufer Aksel Lund Svindal gehört zu den erfolgreichsten Skiathleten der Gegenwart. Als Allrounder gewann der Norweger im Alpinen Skiweltcup in vier von fünf Disziplinen 36 Rennen, was norwegischer Rekord ist.

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