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Ski alpin: Zweiter Sieg für Vlhova, Dürr hat Luft nach oben | BR24

© dpa-Bildfunk/Jussi Nukari

Petra Vlhova hat die Chance auf den zweiten Sieg

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Ski alpin: Zweiter Sieg für Vlhova, Dürr hat Luft nach oben

Auch beim zweiten Weltcup-Slalom setzte sich Petra Vlhova gegen die Konkurrentinnen klar durch. Für Lena Dürr wäre mehr drin gewesen, findet nicht nur der ARD-Sportexperte Felix Neureuther. Er hätte im zweiten Lauf ein Feuerwerk erwartet.

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Die Favoritinnen hatten sich auch beim zweiten Slalom im finnischen Levi in eine gute Ausgangsposition gebracht. Die Bestzeit kurvten am Sonntag die Schweizerin Michelle Gisin und Vortagessiegerin Petra Vlhova mit 54,32 Sekunden zeitgleich in den Schnee. "Ich habe ein enges Rennen erwartet", sagte Vlhova. Wendy Holderner (SUI) lag nach dem ersten Lauf nur 0,23 Sekunden zurück. Mikaela Shiffrin 0,37 Sekunden. Insgesamt hatten allerdings acht weitere Fahrerinnen weniger als eine Sekunde Rückstand.

16. Weltcupsieg für Vlhova

Den Sieg feierte aber erneut Vlhova. Sie holte sich in 1:49.05 Minuten den fünften Slalomsieg in Serie und ist derzeit die beste Frau zwischen den Stangen. Gisin (+0,31) hielt sich hervorragend, konnte sich aber nicht gegen die aggressiver fahrende Slowakin setzen. Platz zwei dennoch ein Topergebnis für die Schweizerin. Dritte wurde, wie am Vortag, Katharina Liensberger (AUT/+0,50), die von Platz sechs aufs Podest stürmte. Shiffrin (+0,93) verpasste das Podest und wurde Fünfte hinter Holdener (+0,79). Dennoch schwärmte Neureuther von der Fahrt der US-Amerikanerin: "Sie ist technisch so eine Augenweide."

Für Dürr wäre mehr drin gewesen

Die DSV-Damen konnten nicht überzeugen. "Nach vorne haben wir noch sehr viel Luft", analysierte Damen-Bundestrainer Jürgen Graller schon nach dem ersten Slalom am Samstag. Die wurde auch am Sonntag nicht weniger. Bei Hoffnungsträgerin Lena Dürr lief es schon im ersten Lauf nicht so gut wir erwartet. Die 29-Jährige vom SV Germering zeigte eine unrunde Fahrt durch die Stangen und lag mit 1,81 Sekunden zurück. Dürr ärgerte sich, denn im Steilhang wollte sie eigentlich den Schwung noch später setzen, "das habe aber nicht geklappt." Als 29. war sie immerhin als einzige DSV-Starterin bei der Entscheidung dabei.

"Wenn du nach dem ersten Durchgang 29. bist, dann erwarte ich einfach ein Feuerwerk" Felix Neureuther

Doch auch dort blieb Dürr hinter ihren Möglichkeiten. "Zu wenig Druck auf dem Außenski," analysierte Neureuther. Da wäre aus seiner Sicht mehr drin gewesen. Es müsse schon der Anspruch von der Lena sein, dass sie im Slalom weiter vorne landet. Er vermisst aber beim ganzen Team "die Risikobereitschaft." Da auch die Konkurrenz im Finale patzte, gelang der Bayerin (+2,72) immerhin noch der Sprung auf Platz 21.

© BR24 Sport

ARD-Sportexperte Felix Neureuther analysierte den Slalom der Frauen im finnischen Levi. Von Lenda Dürr hatte er sich mehr erhofft: "Wenn du nach dem ersten Durchgang 29. bist, dann erwarte ich einfach ein Feuerwerk."

DSV-Quartett ohne Chance auf Punkte

Jessica Hilzinger kam zwar deutlich besser in die Spur als am Vortag. Im Ziel lag sie dennoch 1,84 Sekunden zurück und schaffte es nicht wie Dürr ins Finale der Besten 30. Andrea Filser und Marina Wallner fuhren mit 2,17 Sekunden Rückstand durchs Ziel. Wallner konnte ihre gute Leistung mit Platz 24 vom Vortag nicht wiederholen. "Es ist extrem ärgerlich, dass es eine Andrea und eine Marina nicht in die Top 30 geschafft hat", so Graller. Anspruch an die Mannschaft: "Sie müssen einfach kämpfen."

Teamkollegin Marlene Schmotz kämpft sich nach einem Kreuzbandriss zurück: Allerdings noch "fehle die Dynamik und die Frechheit, um in den zweiten Lauf zu kommen", analysierte ARD-Skiexperte Felix Neureuther. 2,33 Sekunden Rückstand reichten auch ihr nicht in die Punkteränge. "Wir müssen mehr Selbstbewusstsein ausstrahlen", sagte Cheftrainer Jürgen Graller. Es sei aber leider nicht alles umgesetzt wurde, was man am Samstag angesprochen habe.