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Skandal im DFB-Pokal: HSV-Profi geht auf Fan los | BR24

© picture alliance/augenklick/GES

Fußball-Profi Toni Leistner vom Hamburger SV

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    Skandal im DFB-Pokal: HSV-Profi geht auf Fan los

    Fußball-Profi Toni Leistner vom Hamburger SV hat sich nach der 1:4-Niederlage seines Vereins eine Rangelei mit einem Dresdner Fan geliefert. Der HSV-Profi stieg nach der Partie auf die Tribüne, ging auf einen Mann los und schubste ihn zu Boden.

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    Fußball-Profi Toni Leistner vom Hamburger SV hat sich nach der 1:4-Niederlage seines Vereins in der 1. DFB-Pokal-Runde bei der Dynamo Dresden eine Rangelei mit einem Dresdner Fan auf der Tribüne geliefert. Leistner ging auf der Tribüne auf einen Mann los und schubste ihn zu Boden, ehe umstehende Fans und Ordner die Lage entschärften und Leistner zurückdrängten. Der sprang daraufhin von der Tribüne wieder ins Stadioninnere.

    Leistner: "Meine Familie lasse ich nicht beleidigen"

    Grund für den Ausraster Leistners waren seinen Aussagen zufolge Provokationen durch einen Dynamo-Anhänger zu Beginn eines Interviews mit dem Bezahlsender Sky. "Meine Familie lasse ich nicht beleidigen", sagte der 30-Jährige, nachdem er von der Tribüne wieder herunter gekommen war. Nach weiteren Beleidigungen brach der Abwehrspieler den zweiten Interview-Versuch ab.

    Entschuldigung nach dem Ausraster via Instagram

    Am Abend reagierte Leistner via Instagram auf den Vorfall und entschuldigte sich für die Aktion. Er sei nach dem Spiel von der Tribüne seiner Heimatstadt aus massiv beleidigt worden, schrieb er. Damit könne er normalerweise umgehen: "Doch dann ging es extrem und massiv unter die Gürtellinie gegen meine Familie, meine Frau und meine Tochter. In dem Moment sind mir die Sicherungen durchgebrannt, zumal dies ohnehin ein extrem emotionales Spiel für mich war."

    So etwas dürfe ihm "dennoch niemals passieren". Er sei Familienvater, der als Vorbild dienen wolle. "Ich entschuldige mich in aller Form für mein Verhalten und kann nur versprechen, dass mir - egal was mir an Beleidigungen an den Kopf geworfen wird - so etwas nie wieder passieren wird", schreibt Leistner.

    HSV-Trainier Thioune: "Habe nichts mitbekommen"

    HSV-Trainer Daniel Thioune sagte: "Ich habe nichts mitbekommen und nur gesehen, dass Toni Leistner den Rückweg von der Tribüne angetreten hat. Da muss sicherlich was im Vorfeld geschehen sein, aber ich kann es nicht bewerten, weil ich keine Bilder gesehen habe, wovon das ausgegangen ist."

    Dynamo Dresden sucht nach pöbelndem Fan

    Indes ist Dynamo Dresden seinem Ex-Profi beigesprungen. Der Fußball-Drittligist kündigte an, den pöbelnden Zuschauer zu suchen. In der Nacht zu Dienstag twitterte der Verein, es sei "einfach nur beschämend", dass HSV-Profi Leistner "derart von einem Fan seines Heimatvereins nach dem Spiel beleidigt wurde". "Wir suchen die Person, weil wir diesen Vorfall so nicht stehen lassen wollen."

    "Wir alle lieben den Fußball, weil er große Emotionen freisetzen kann. Und ja, Menschen machen Fehler", schrieben die Dresdner weiter. Leistner sei "ein Dresdner Junge, der sein Herz am rechten Fleck hat." Der 30-jährige Fußballprofi ist gebürtiger Dresdner, der bei Dynamo ausgebildet wurde. Vor seinem Wechsel zum HSV war Leistner von Queens Park Rangers an den 1. FC Köln ausgeliehen.

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