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Showdown in Liga zwei: Nürnberg gefordert, Fürth genervt | BR24

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Der 1. FC Nürnberg will sich im letzten Spiel der Saison nicht auf Schützenhilfe aus Fürth verlassen, sondern die Klasse aus eigner Kraft halten. Die Spieler müssten sich für den Club, die Fans und sich selbst zerreißen, so Trainer Jens Keller.

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Showdown in Liga zwei: Nürnberg gefordert, Fürth genervt

Der 1. FC Nürnberg will am letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen. Lokalrivale Greuther Fürth könnte bei einem Club-Patzer aber Schützenhilfe leisten. Aber das nervt vor allem die "Kleeblättler".

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1. FC Nürnberg oder Karlsruher SC - wer packt den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga, wer muss in die Relegation? Der Club kann mit einem Sieg bei Holstein Kiel (Anstoß 15.30 Uhr) aus eigener Kraft drinbleiben. Verliert Nürnberg aber oder spielt nur Unentschieden, wird ausgerechnet die SpVgg Greuther Fürth zum Zünglein an der Waage. Denn die "Kleeblättler" empfangen den Karlsruher SC, derzeit zwei Punkte hinter dem Club auf dem Relegationsrang.

Dass von außen soviel vermeintliche Brisanz in das Saisonfinale getragen wird - angesichts der Nürnberg-Fürth-Konstellation - nervt vor allem die Spielvereinigung. "Der Club sollte sich erstmal auf sich selber verlassen. Das ist auch die Message. Wir spielen für uns. Wir wollen unsere gute Saison auch gut zu Ende bringen", sagte Fürths Sportdirektor Rachid Azzouzi.

Auch Trainer Stefan Leitl ärgerte sich in der Abschlusspressekonferenz am Freitag (26.06.2020), dass sowenig über Fürth und soviel über den Rivalen aus Nürnberg gesprochen wird. "Für uns und für unsere Fans steht unser Erfolg an erster Stelle. Wir hätten die Aufmerksamkeit auch mal verdient. Da ist mir zu viel Thema, was passiert bei unserem Nachbarn da drüben", sagte Leitl.

Verständlich: Denn das "Kleeblatt" kann aus einer guten Saison noch eine sehr gute machen. Im Idealfall klettern die Fürther mit einem Heimsieg gegen Karlsruhe noch bis auf Platz sechs.

Club-Coach Keller: "Schicksal nicht in fremde Hände legen"

Immerhin: Wünsche nach Schützenhilfe kommen aus Nürnberg nicht. Der Club will sich am Ende einer komplett verkorksten Saison aus eigener Kraft retten."Wir wollen das Schicksal nicht in fremde Hände legen", sagte Nürnbergs Trainer Jens Keller. Das klare Ziel für den letzten Spieltag ist klar: "Wir wollen die Relegationsspiele unter dem Strich vermeiden."

Trotz einer regelrechten Achterbahnfahrt seines Teams in den vergangenen Wochen glaubt Keller weiter fest an sein Team, selbst vom jüngsten 0:6 gegen den VfB Stuttgart will er sich nicht verunsichern lassen. "Warum sollte ich die Hoffnung nicht haben, weil wir uns bei einem Spiel haben abschlachten lassen?", fragte er. Keller ist sicher: "Ich erwarte, dass wir ein ganz anderes Gesicht zeigen."

Seine Spieler muss Keller ohnehin nicht noch einmal gesondert motivieren. Kapitän Hanno Behrens brachte das letzte Spiel mit klaren Worten auf den Punkt: "Wir sehen Kiel als Chance, als Möglichkeit, die ganze Scheißsaison mit einem Spiel zu einem akzeptablen Ende zu bringen."