BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR/Martin Raspe
Bildrechte: picture alliance/AP Images/Jeff Chiu

Südafrikas Leichtathletik-Star Caster Semenya ist beim Leichtathletik-Meeting in Regensburg bei einem weiteren Versuch gescheitert, sich für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Semenya verfehlt in Regensburg Olympia-Norm erneut

Südafrikas Leichtathletik-Star Caster Semenya ist beim Meeting in Regensburg bei einem weiteren Versuch gescheitert, sich über die 5000 Meter für die Olympischen Spiele in Tokio zu qualifizieren. Schnellste war die Regensburgerin Miriam Dattke.

Per Mail sharen
Von
  • BR24 Sport

Bei der Laufnacht in Regensburg verfehlte Südafrikas Leichtathletik-Star Caster Semenya erneut die Norm für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August). Die 30-Jährige überquerte nach 5000 Metern die Ziellinie mit einer Zeit von 15:57,12 Minuten und blieb damit mehr als 47 Sekunden über der geforderten Norm (15:10,00).

Erhöhter Testosteronspiegel verhindert Start über Paradestrecke

Derzeit darf Semenya international nicht über ihre Paradestrecke 800 Meter an den Start gehen - es sei denn, die zweimalige Olympiasiegerin nimmt Medikamente, die ihren Testosteronspiegel senken. Im Kampf gegen diese sogenannte Testosteronregel des Leichtathletik-Weltverbandes World Athletics hatte sie zuletzt Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingereicht.

Läuferinnen wie Semenya mit sogenannten "Differences of Sex Development" (DSD) dürfen nach der Regel des Weltverbandes nur dann international auf den Strecken zwischen 400 Meter und der Meile bei den Frauen starten, wenn sie ihren erhöhten Testosteronspiegel durch die Einnahme von Medikamenten unter einen Grenzwert drücken. Vor der Verlegung der Spiele von Tokio ins Jahr 2021 hatte Semenya noch angekündigt, dort über die 200 Meter starten zu wollen. Davon nahm sie jedoch Abstand und konzentrierte sich auf die 5000-Meter-Distanz.

Miriam Dattke schlägt die Olympiasiegerin

Statt der Olympiasiegerin jubelte die Lokalmatadorin Miriam Dattke: Die Regensburgerin gewann das Rennen in 15:34,92 Minuten.