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Sebastian Hoeneß: Meistermacher der Bayern-Reserve | BR24

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Nach einer sensationellen Saison schafft Sebastian Hoeneß, der Sohn des ehemaligen Bayern-Profis Dieter Hoeneß, als Coach den Meistertitel mit der zweiten Mannschaft des FC Bayern München. Der Beginn einer großen Trainerkarriere?

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Sebastian Hoeneß: Meistermacher der Bayern-Reserve

Nach einer sensationellen Saison schafft Sebastian Hoeneß, der Sohn des ehemaligen Bayern-Profis Dieter Hoeneß, als Coach den Meistertitel mit der zweiten Mannschaft des FC Bayern München. Vielleicht der Beginn einer großen Trainerkarriere?

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Diese Drittliga-Saison war in vielerlei Hinsicht denkwürdig - nicht nur durch die Geisterspiele. Zum ersten Mal gewann eine bayerische Mannschaft den Titel in der Geschichte der 2008 gegründeten 3. Liga und zum ersten Mal holte mit dem FC Bayern München II eine zweite Mannschaft eines Bundesligaklubs die Meisterschaft. Dabei ist das Team erst vor einem Jahr aus der Regionalliga aufgestiegen.

Von Platz 15 an die Tabellenspitze

Wie sich die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß, Neffe von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß, nach ganz oben gearbeitet hat, ist bemerkenswert: Vor dem Jahreswechsel - also nach 20 von 38 Spieltagen - waren die Münchner als Liga-Neuling lediglich Tabellen-15. Am Ende lag die Truppe mit 65 Punkten vor den Würzburger Kickers und Eintracht Braunschweig. Das hat sie dem Höhenflug im aktuellen Kalenderjahr und speziell der Erfolgsserie nach der Corona-Pause zu verdanken.

Drittliga-Trainer des Jahres

Mit 64 Prozent von 23.544 Stimmen wurde der 38-jährige Meistermacher zum Drittliga-Trainer des Jahres gewählt. Damit lag er klar vor Michael Schiele von den Würzburger Kickers (36 Prozent).

Als Trainer der Reservemannschaft soll Hoeneß eigentlich jedes Jahr nur die Klasse halten. Hauptsächlich aber soll er junge Spieler weiterentwickeln und in die Profi-Mannschaft bringen. Das hat er in dieser Saison hervorragend geschafft: Mehrere Spieler wie Torjäger Kwasi Okyere Wriedt (24 Treffer), Abwehrrecke Chris Richards und Mittelfeldkicker Singh Sarpreet bekamen Einsätze unter Coach Hansi Flick in der Profi-Mannschaft. Dabei sorgte besonders Stürmer Joshua Zirkzee für Aufsehen: Der 19-jährige Youngster erzielte bei neun Einsätzen gleich vier Tore.

Von Ottobrunn über Hertha zu den Bayern

Hoeneß begann beim TSV Ottobrunn mit dem Fußballspielen. Bis zum Alter von 17 Jahren wurde der Sohn von Dieter Hoeneß in der Jugendabteilung des VfB Stuttgart ausgebildet. Anschließend wechselte der Mittelfeldspieler nach Berlin, wo er für die zweite Hertha-Mannschaft über zehn Saisonzeiten auflief. Nach einem kurzen Intermezzo bei der TSG Hoffenheim kehrte er zum BSC zurück, bei dem er 2010 seine aktive Fußballer-Karriere beendete.

Im Anschluss führte der Weg des gebürtigen Münchners in Richtung Trainerlaufbahn: Zunächst betreute er bis 2013 die A-Jugendmannschaft von Hertha Zehlendorf und von 2014 bis 2017 Jugendteams von RB Leipzig. Seit Sommer 2017 ist Hoeneß beim FC Bayern München angestellt. Nach zwei Jahren als Hauptverantwortlicher der A-Jugendmannschaft übernahm er zur Saison 2019/20 das Amt des Cheftrainers der zweiten Mannschaft.

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Das Brüderpaar Uli und Dieter Hoeneß ist nicht nur Fußballfans ein Begriff. Doch wie ist es eigentlich für die Söhne mit dem berühmten Namen zu leben. Ist er für sie eher Fluch oder Segen? Oder ist es eben einfach nur ein Familienname?