Zurück zur Startseite
Sport
Zurück zur Startseite
Sport

Schwimm-WM: Vize-Europameisterin Beck krault ums Olympiaticket | BR24

© BR

Die gebürtige Augsburgerin Leonie Beck vom Schwimmverein Würzburg reist als deutsche Meisterin im Freiwasserschwimmen zur WM nach Südkorea. Dort peilt sie einen Top-Ten-Platz an - der die Qualifikation für Olympia 2020 bedeuten würde.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Schwimm-WM: Vize-Europameisterin Beck krault ums Olympiaticket

Die gebürtige Augsburgerin Leonie Beck vom Schwimmverein Würzburg reist als deutsche Meisterin im Freiwasserschwimmen zur WM nach Südkorea. Dort peilt sie einen Top-Ten-Platz an - der die Qualifikation für Olympia 2020 bedeuten würde.

Per Mail sharen

Fünf Schwimmerinnen und Schwimmer vertreten den Deutschen Schwimmverband (DSV) bei der bevorstehenden WM (12. bis 28. Juli) im südkoreanischen Gwangju in den Freiwasserwettbewerben. Leonie Beck ist eine davon.

Bei ihrem WM-Debüt 2017 in Budapest hatte Beck als 24. einen Podestplatz deutlich verpasst. Dagegen schwamm sie bei den Europameisterschaften in Schottland im vergangenen Jahr zu Silber. Diesmal rechnet sich die gebürtige Augsburgerin vom SV Würzburg 05 durchaus Chancen aus.

Bei den deutschen Meisterschaften Ende Juni in Burghausen kraulte Beck zum Sieg über fünf Kilometer. Vereinskollegin Lea Boy siegte kurz vor ihrem WM-Debüt auf der Zehn-Kilometer-Strecke. Sören Meißner, ebenfalls Würzburg, bei den Herren über fünf Kilometer.

Medaillenkandidat Florian Wellbrock

Aber können die deutschen Freiwasserschwimmerinnen und -schwimmer diesen Schub mit nach Südkorea nehmen und in die Fußstapfen des zwölfmaligen Weltmeisters Thomas Lurz treten, den Bruder ihres Trainers Stefan Lurz? Zumindest Beck und Boy scheinen nicht ganz chancenlos. Die größten Medaillenchancen schreibt Lurz aber dem Magdeburger Florian Wellbrock zu: "Er hat das Zeug dazu, das Gesicht des deutschen Schwimmsports zu werden. Die Zeit dafür ist reif", sagt Lurz: "Er schwimmt in einer eigenen Liga."

Top-Ten-Plätze traut er ansonsten Beck, Finnia Wunram und Rob Muffels (beide Magdeburg) zu. Und die sind, zumindest über zehn Kilometer, auch nötig: Denn über diese Distanz werden jeweils auch zehn Olympia-Tickets bei den Frauen und Männer vergeben. Und die Olympiaqualifikation will sich Leonie Beck in Südkorea auf jeden Fall sichern.

Beckenwettbewerbe vermutlich ohne Leonie Beck

Die Freiwasserschwimmer eröffnen die WM und sind bis zum 19. Juli in Yeosu nahe Gwangju im Einsatz, danach folgen die Beckenwettbewerbe - vermutlich ohne Leonie Beck. Die mehrfache deutsche Meisterin über 400, 800 und 1.500 Meter konzentriert sich seit 2017 verstärkt auf die langen Strecken und will in Südkorea auf die Beckenwettbewerbe verzichten. Je nach Ausgang der Freiwasserwettbewerbe. Qualifiziert ist sie auch für die 800 und 1.500 Meter. Anders Florian Wellbrock: Der ist als Europameister über 1.500 Meter auch im Becken einer der Hoffnungsträger des DSV.

Der deutsche WM-Kader für die Freiwasser-Wettbewerbe

  • Frauen (4): Leonie Beck (Würzburg), Finnia Wunram (Magdeburg), Lea Boy (Würzburg), Sarah Köhler (Frankfurt/Main)
  • Männer (5): Sören Meißner (Würzburg), Niklas Frach (Wetzlar), Rob Muffels (Magdeburg), Florian Wellbrock (Magdeburg), Andreas Waschburger (SGG Saar Max Ritter)