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Schromm über seinen Job: "Der Trainer muss am meisten verdienen" | BR24

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Für Claus Schromm ist Trainer der "absoluter Traumjob.

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Schromm über seinen Job: "Der Trainer muss am meisten verdienen"

Für Claus Schromm ist Trainer der "absoluter Traumjob". Seit 2015 steht er als Chefcoach bei der SpVgg Unterhaching an der Seitenlinie und kämpft in der 3. Liga um den Aufstieg. Nicht nur beim Gehalt hat er eigene Vorstellungen von seinem Beruf.

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Schromm hat während seiner aktiven Zeit beim FC Deisenhofen und beim BSC Sendling gespielt, bis eine Knieverletzung die Karriere für den damals 24-Jährigen beendete. Seitdem hat sich vieles verändert.

Sind die Spieler mächtiger geworden? "Ich glaube schon", findet Schromm. Wenn die Tendenz so weitergeht, dann muss erstmal "der Trainer am meisten verdienen von allen." Das sei wichtig, auch um die außersportliche Hierarchie darzustellen. "Wenn ich mir vorstelle, hier würden Spieler das Doppelte von mir verdienen. Und wenn ich weiß, was ich investiere. Wenn ich weiß, was der Spieler investiert, dann, glaube ich, würde es schon mal nie zusammenpassen."

Von Ernährung bis Schlaf

Der 50-Jährige glaubt, dass der Trainer mehr gestärkt werden muss. "Mit allen Faktoren, die in dem Geschäft möglich sind." Denn der Job des Cheftrainers habe sich verändert. Er führt nicht mehr nur die Mannschaft, sondern auch ein Trainerteam. "Es ist sehr, sehr viel Psychologie dabei, sehr, sehr viel Menschenführung, sehr, sehr viel Kommunikation miteinander, verbal, nonverbal." Deshalb würden immer mehr Spezialisten kommen, weil es auch immer tiefer ins Detail gehe. Von der Ernährung bis zum Schlafen. "Die Palette vergrößert sich zunehmend."

Trainerjob wandelt sich zum Manager

Wird der Trainer zum Manager? "Es geht schon in die Richtung", meint Schromm. Es gäbe schon ein paar Vereine, bei denen der Trainer teilweise gar nicht mehr auf dem Platz stände. "Das wäre nicht ganz so meine Welt," sagt er. "Ich muss schon noch dabei sein, um zu riechen, um zu spüren. Und Verantwortungsbereiche für mich selber zu haben."

Schromm steht für Kontinuität.

Als Trainer betreute er unter anderem die U19 der SpVgg Unterhaching und des TSV 1860 München. 2012 kam er dann als Co-Trainer von Manuel Baum zurück nach Haching. Seit März 2015 ist Schromm Cheftrainer und steht für Kontinuität in einer schnelllebigen Zeit. "Wir sind hier eine kleine, für mich sehr große und wichtige Ausnahme". Er wisse, was es heißt, "wenn der Verein dann zu einem steht, in guten wie in schlechten Zeiten." Für langfristigen Erfolg braucht "man Geduld, aber auch die Überzeugung. Wenn alle den Weg, den wir hier gehen, gut finden, dann spürst du auch die Kraft, die man gegenseitig untereinander potenziert. Dann ist man stark, dann ist man auch stabil, auch wenn der Wind weht."

Traumjob Trainer

Für Schromm ist Trainer ein absoluter Traumjob: "Ich kann nur sagen, lebt den Traum und tut alles dafür, das Hobby Fußball zum Beruf zu machen." Es ist ein hoch spannender Beruf, "der natürlich einfach 24/7 im Kopf stattfindet. Das ist es, glaube ich, was das Ganze auch sehr anspruchsvoll macht."