| BR24

 
 

Bild

Uli Hoeneß bei der Jahreshauptversammlung FC Bayern München
© dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Autoren

Sonja Weinfurtner
BR Sport
© dpa-Bildfunk/Matthias Balk

Uli Hoeneß bei der Jahreshauptversammlung FC Bayern München

Bislang war es der Bayern-Boss gewohnt, dass ihm bei Mitgliederversammlungen kritiklos gehuldigt wird und er nicht mit Pfiffen und Buhrufen konfrontiert wird, wie am vergangenen Freitag. Dass dieser denkwürdige Abend immer noch in ihm arbeitet, betonte Hoeneß gegenüber den Anhängern im Forchheimer Ortsteil.

"Ich werde in aller Ruhe die nächsten Wochen und Monate beobachten, wie sich das alles entwickelt, werde mir viele Gedanken machen und entscheiden, was ich will und was nicht. Dieser Abend geht nicht spurlos an einem vorüber und man kann nicht zur Tagesordnung übergehen." Bayern-Präsident Uli Hoeneß

Angst um "tadellosen Ruf"

Es sei ein Versuch gewesen, "meinen tadellosen Ruf als Manager, Vorstand und Präsident zu beschädigen", so der 66-Jährige. Hoeneß habe 40 Jahre daran gearbeitet, dass der FC Bayern dort stehe, wo er jetzt angelangt sei, fügte er an, und setzte hinzu: "Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt, und ich hoffe, dass sich das wieder ändert, sonst ist das nicht mehr mein FC Bayern. Denn das ist etwas, was ich nicht akzeptiere."

Die teils massiven Attacken eines Bayern-Mitglieds haben den mächtigen Hoeneß tief gekränkt und "schockiert". Es ging in der Kritik um die inzwischen legendäre Pressekonferenz mit der Medienschelte im Oktober, den Umgang mit Ehrenspielführer Paul Breitner, Hoeneß' Wortwahl und einiges mehr.

Die Beschimpfungen hinterließen deutliche Wirkung. Es wird sich zeigen, was 2019 passiert, wenn die Wiederwahl von Hoeneß ansteht.

Robben macht im Sommer Schluss

Ein größerer Umbau des Kaders deutet sich schon für den Sommer an. Der FC Bayern werde, so Hoeneß, die Mannschaft "auf einigen Positionen verändern. Wir werden eine sehr offensive Transferpolitik machen. Die Kassen sind gut gefüllt." Damit einher geht auch der Abschied von Flügelmann Arjen Robben, dessen Vertrag im Sommer genauso abläuft wie der von Franck Ribéry. Dei beiden "machen sehr wahrscheinlich ihr letztes Jahr", sagte Hoeneß in Kersbach. Robben bestätigte bereits, dass er seine letzte Saison beim Rekordmeister spielt.

FC Bayern-Präsident Uli Hoeneß

FC Bayern-Präsident Uli Hoeneß

Autoren

Sonja Weinfurtner
BR Sport

Sendung

Blickpunkt Sport vom 02.12.2018 - 21:45 Uhr