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Schluss mit lustig: Trainer Flick ärgern die Comeback-Bayern | BR24

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FC Bayern-Trainer Hansi Flick

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Schluss mit lustig: Trainer Flick ärgern die Comeback-Bayern

Immer wieder diese Gegentore: Schon acht Partien rannte der FC Bayern München einem Rückstand hinterher. In der Halbzeit gegen Mainz platzte Trainer Hansi Flick der Kragen: "Ich kann schon auch laut werden", sagte der 55-Jährige.

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Diese inzwischen altbekannten Probleme treiben sogar den sonst so besonnenen Hansi Flick auf die Palme. "Wir werden natürlich ein paar Dinge ansprechen müssen", sagte Flick nach dem 5:2-Sieg gegen Mainz deutlich - wieder einmal musste seine Mannschaft zuvor einem Rückstand hinterherlaufen.

Und weiter: "Ich kann auch laut werden, kein Problem, man lernt ja mit den Jahren dazu", sagte der Coach über seine feurige Kabinenpredigt. Es gehöre auch dazu, "dass man mal ganz klar sagt, was Sache ist", erklärte der 55-Jährige.

Und das klingt dann so: "In der ersten Halbzeit war unser Defensivverhalten nicht das, was man sich von einer Spitzenmannschaft vorstellt."

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FC Bayern-Trainer Hansi Flick: "Ich hoffe, dass das heute ein Weckruf genug war."

Bayern-Zockerei auf Dauer "anstrengend"

Flick und auch seine Spieler und ahnen, dass die riskante Zockerei auf Dauer nicht gut gehen kann. Trotz Rückständen beendete der Tabellenführer zwar keines der acht letzten Spiele als Verlierer.

Fünf Siege und drei Remis wurden noch erzwungen. Und: 18 Punkte nach Rückstand nach 14 Spieltagen sind sogar Bundesligarekord.

Aber einer, der im engen Spielplan mit maximal noch 34 Partien in Liga, Champions League, DFB-Pokal und Club-WM bis Ende Mai "sehr anstrengend" ist, wie es Startelf-Rückkehrer Joshua Kimmich nachdenklich sagte. Das sieht auch Flick so: "Man kann das nicht in jedem Spiel wieder so gut machen", so der Coach.

Lob für Kimmich, Ohrfeige für Pavard

Wie kritisch Flick seine Defensive derzeit sieht, offenbarte sich in einem Zitat nach dem Spiel über Joshua Kimmich, der gegen Mainz auf die Rechtsverteidigerposition wechselte, und den etatmäßigen rechten Defensivmann Benjamin Pavard.

"Joshua hat in der zweiten Halbzeit gezeigt, wie man einen Außenverteidiger interpretiert", sagte Flick. Kimmich köpfte das 1:2, bereitete Sanés 2:2 vor und avancierte gegen Mainz zum Matchwinner. Pavard dagegen hängt seit Wochen in einem Formtief fest.

Gegen Gladbach "von Anfang an besser auf dem Platz"

In den wenigen Tagen bis zur nächsten Prüfung am Freitag (20.30 Uhr in Mönchengladbach) wird Flick seinen hinten schwächelnden Comeback-Bayern einiges eintrichtern. "Und dann gucken wir, dass wir gegen Gladbach von Anfang an besser auf dem Platz sind", sagte Flick.